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Diagnosekürzel

J17

J17 bedeutet im ICD-10 Diagnoseschlüssel Pneumonie (Lungenentzündung) bei anderenorts klassifizierten Krankheiten.
Unter J09 bis J18 werden im ICD-10 Diagnoseschlüssel Grippe und Lungenentzündung (Pneumonie) eingeordnet. J17 steht für Pneumonie bei anderenorts klassifizierten Krankheiten.

J17: Pneumonie bei anderenorts klassifizierten Krankheiten

Pneumonie ist der Fachausdruck für Lungenentzündung. Lungenentzündungen können im Rahmen vieler anderer Infektionen auftreten.

J17.0 Pneumonie bei anderenorts klassifizierten bakteriellen Krankheiten

Inkl.: Pneumonie durch/bei Aktinomykose A42.0

Eine Aktinomykose ist eine Entzündung, die durch bakterielle Erreger aus der Gruppe der Aktinomyzeten hervorgerufen werden kann. Aktinomyzeten kommen unter anderem in der Mundflora des Menschen vor.

Pneumonie durch/bei Gonorrhoe A54.8

Tripper, auch Gonorrhoe oder Gonorrhö genannt, ist eine sexuell übertragbare Infektionserkrankung. Verursacher der Gonorrhoe sind bakterielle Erreger, sogenannte Gonokokken. Sie können hauptsächlich Schleimhäute der Harnwege und Geschlechtsorgane befallen, aber auch die Augenbindehaut, den Darm oder den Rachen.

Pneumonie durch/bei Keuchhusten A37

Keuchhusten (Pertussis) ist eine ansteckende Erkrankung, ausgelöst durch das Gift des Bakteriums Bordatella pertussis. Wissenswertes zur Keuchhusten-Impfung.

Pneumonie durch/bei Milzbrand A22.1

Milzbrand (Anthrax) ist eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Erkrankung (Zoonose). Verursacht wird Milzbrand durch das Gift (Toxin) des Bakteriums Bacillus anthracis.

Pneumonie durch/bei Nokardiose A43.0

Eine Nokardiose wird durch verschiedene Bakterien der Gattung Nocardia ausgelöst und ruft besonders bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem verschiedene Erkrankungen häufig mit Abszessen hervor. Abszesse sind abgekapselte Eiteransammlungen in verschiedenen Organen wie Gehirn, Lunge und Haut.

Pneumonie durch/bei Salmonelleninfektion A02.2

Salmonellen sind weltweit vorkommende Bakterien. Sie können Auslöser einer typischen Lebensmittelinfektion sein und Magen-Darm-Erkrankungen infolge des Verzehrs verunreinigter, nicht ausreichend erhitzter oder roher Lebensmittel hervorrufen.

Pneumonie durch/bei Tularämie A21.2

Eine Tularämie ist eine ansteckende Erkrankung bei frei lebenden Nagetieren und Hasen, die durch das Bakterium Francisella tularensis ausgelöst wird. Die auch als Hasenpest bekannte Erkrankung kann auf den Menschen übertragen werden (Zoonose).

Pneumonie durch/bei Typhus abdominalis A01.0

Typhus abdominalis (Bauchtyphus) ist eine Erkrankung, die durch den bakteriellen Erreger Salmonella Typhi hervorgerufen wird. Durch Verzehr infizierter Lebensmittel oder Trinken von verschmutztem Wasser kann es zu hohem Fieber bis zu 40°C und Durchfällen kommen. Fieber richtig messen

J17.1 Pneumonie bei anderenorts klassifizierten Viruskrankheiten

Inkl.: Pneumonie bei Masern B05.2

Masern sind eine sehr ansteckende, meldepflichtige Infektionserkrankung, ausgelöst durch das Masern-Virus.  Masern können zahlreiche Komplikationen nach sich ziehen, unter anderem eine Lungenentzündung (Pneumonie). Impf-Infos zu Masern.

Pneumonie bei Röteln B06.8

Röteln zählen zu den Kinderkrankheiten und werden durch das Röteln-Virus (Rubella-Virus) ausgelöst.  Wann zur Röteln-Impfung?

Pneumonie bei Varizellen B01.2

Varizellen (Windpocken) sind eine sehr ansteckende Kinderkrankheit, die durch das Varicella-zoster-Virus ausgelöst wird. Impf-Infos zu Windpocken.

Pneumonie bei Zytomegalie B25.0

Auslöser der Infektionskrankheit Zytomegalie ist das Zytomegalie-Virus (CMV). Besonders bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und Neugeborenen kann das Virus ein über die normale grippe-ähnliche CMV-Infektion hinausgehendes Krankheitsbild hervorrufen. Dies kann mit Beteiligung der Lunge in Form einer Lungenentzündung (Pneumonie) geschehen, mit Beteiligung der Leber oder des Auges. Sind die Augen betroffen, besteht die Gefahr der Erblindung durch eine Netzhautentzündung (Retinitis).

J17.2 Pneumonie bei Mykosen

 Mykose ist der Fachbegriff für Infektionen durch Pilze.

Inkl.: Pneumonie bei Aspergillose B44.0B44.1

Aspergillose ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, die durch Schimmelpilze ausgelöst werden.

Pneumonie bei Histoplasmose B39

Der Erreger der sogenannten Histoplasmose (Retikuloendotheliale Zytomykose, Darling-Krankheit) ist Histoplasma capsulatum. Das ist ein Pilz, der im Erdreich vor allem im Bereich alter Hühnerställe, Fledermaushöhlen oder verrottender Bäume vorkommt und akute oder chronische Entzündungen der Lunge auslösen kann.

Pneumonie bei Kandidose B37.1

Kandidosen sind Infektionserkrankungen, die durch Hefepilze der Gattung Candida hervorgerufen werden können. Häufiger Erreger ist der auf der Haut und auf Schleimhäuten vorkommende Pilz Candida albicans. Ist dein Immunsystem geschwächt, können Candida-Pilze Erkrankungen wie eine Entzündung der Mundschleimhaut (Soor-Stomatitis, Mundsoor), Scheidenpilzinfektionen (Candida-Vulvovaginitis) oder Entzündungen der Nägel hervorrufen. Auch Entzündungen der Speiseröhre (Soorösophagitis), Entzündungen der Lunge (Pneumonie) oder Entzündungen anderer Organe sind möglich.

Pneumonie bei Kokzidioidomykose B38.0B38.2

Eine Kokzidioidomykose, auch Talfieber, Wüstenfieber oder Wüstenrheumatismus genannt, ist eine Pilzinfektion durch Coccidiodes immitis. Das Wüstenfiebertritt häufig in wüstenartigen Regionen auf, beispielsweise im nördlichen Mexiko, den Grenzregionen zu Mexiko, in Texas, Arizona, Bolivien, Argentinien oder Paraguay. Eine Kokzidioidomykose kann ohne Symptome verlaufen oder sich durch erhöhte Körpertemperatur, einer Entzündung der Atemwege und Abgeschlagenheit bemerkbar machen. Auch Erytheme (Hautrötungen infolge einer Mehrdurchblutung durch eine Gefäßerweiterung) können auftreten.

J17.3 Pneumonie bei parasitären Krankheiten

Parasitäre Erkrankungen oder Parasitosen werden durch andere Erreger als Viren, Bakterien oder Pilze ausgelöst. Erreger von Parasitosen können zum Beispiel Würmer oder Einzeller sein.

Inkl.: Pneumonie bei Askaridose B77.8

Eine Askaridose ist eine Erkrankung durch den Spulwurm Ascaris lumbricoides, der über kontaminierte Lebensmittel in den Dünndarm aufgenommen werden kann und über den Blutkreislauf auch in die Lunge gelangen kann.

Pneumonie bei Schistosomiasis B65

Die Schistosomiasis wird auch Bilharziose genannt und ist eine tropische Infektionskrankheit. Die im Süßwasser lebenden Larven von Saugwürmern der Gattung Pärchenegel (Schistosoma) sind Verursacher dieser Wurmerkrankung. Bei Kontakt mit befallenem Süßwasser dringen die Larven durch die Haut in den menschlichen Körper ein. Sie können juckende Hautentzündungen hervorrufen, aber auch Folgeschäden wie blutig-schleimige Durchfälle (Darm-Bilharziose), Leberzirrhose bis hin zum Leberversagen. Die Bilharziose kann auch Nieren, Blase, Nervensystem und Lunge schädigen.

Pneumonie bei Toxoplasmose B58.3

Die Toxoplasmose wird durch den Einzeller Toxoplasma gondii hervorgerufen. Er kann von Katzen auf den Menschen übertragen werden. Bei Erstinfektionen mit Toxoplasma gondii in der Schwangerschaft können Erreger über den Mutterkuchen (Plazenta) auf das ungeborene Kind übertragen werden.

J17.8 Pneumonie bei sonstigen anderenorts klassifizierten Krankheiten

Inkl.: Pneumonie bei Ornithose A70

Als Ornithose oder Papageienkrankheit bezeichnet wird eine von Vögeln auf den Menschen übertragene Erkrankung der Lunge. Auslöser dafür ist das Bakterium Chlamydia psittaci.

Pneumonie bei Q-Fieber A78

Beim Q-Fieber (Query fever) handelt es sich um eine Erkrankung, die von infizierten Tieren (Rinder, Schafe, Ziegen, Vögel, Rehe, Füchse, Hunde, Katzen, Kaninchen, Fliegen, Läuse, Milben, Zecken) auf den Menschen übertragen werden kann. Auslöser des Q-Fiebers ist das Bakterium Coxiella burnetii. Neben der Lunge kann das Bakterium auch andere Organe wie die Leber (Hepatitis) oder den Herzmuskel (Myokarditis) befallen. Folgen können eine Pneumonie (Lungenentzündung), eine Hepatitis (Leberentzündung) oder eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) sein.

Pneumonie bei rheumatischem Fieber I00

Das rheumatische Fieber (Streptokokkenrheumatismus) ist eine Autoimmunreaktion, die nach einer bakteriellen Infektion mit Streptokokken auftreten kann. Dabei greifen die Abwehrkräfte körpereigene Zellen an und führen zu Entzündungen an Gelenken (Arthritis), Haut, Lunge (Pneumonie) und Herzklappen (Endokarditis). Insbesondere nach einer unzureichend therapierten Scharlach-Erkrankung oder einer Mandelentzündung durch Streptokokken (Streptokokken-Tonsillitis) kann es zum rheumatischen Fieber kommen.

Pneumonie bei Spirochäteninfektionen, anderenorts nicht klassifiziert A69.8

Spirochäten sind Bakterien. Zur Gruppe der Spirochäten gehört zum Beispiel auch Borrelia burgdorferi, der Erreger der durch Zecken übertragenen Lyme-Borreliose.

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Fachbezeichnungen

FA Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Ein bei docinsider registrierter Frauenarzt untersucht eine schwangere Frau, indem er ihren Babybauch abhört.
Der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, auch Frauenarzt oder Gynäkologe genannt, beschäftigt sich mit geschlechtsspezifischen Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane inklusive der Brust. Er ist Ansprechpartner für Verhütung und Familienplanung sowie für die Betreuung von Mutter und Kind in der der Schwangerschaft und bei der Geburtsvorbereitung.

Was ist ein Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe?

Der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, auch Gynäkologe oder Frauenarzt genannt, beschäftigt sich mit geschlechtsspezifischen Erkrankungen des weiblichen Körpers. Dazu zählen insbesondere die weiblichen Geschlechtsorgane inklusive der Brust. Der Gynäkologe ist aber auch der richtige Ansprechpartner für die Betreuung und Begleitung schwangerer Frauen und des ungeborenen Kindes.

Der FA Frauenheilkunde und Geburtshilfe kann in der Vorsorge und Behandlung von bösartigen Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane tätig sein. Der Frauenarzt befasst sich mit dem Hormon-Haushalt der Frau. Der Gynäkologe ist Ansprechpartner, wenn es um Verhütung und Familienplanung geht und diagnostiziert und behandelt Erkrankungen wie zum Beispiel Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane.

Im Arbeitsbereich der Geburtshilfe ist der Gynäkologe mit der Betreuung der Schwangerschaft betraut. Dazu zählen unter anderem die regelmäßigen Untersuchungen in und nach den Schwangerschaften, die Mutterschaftsvorsorge, die Behandlung und Erkennung von Risikoschwangerschaften und die Geburtsbegleitung oder geburtshilfliche Eingriffe wie der Kaiserschnitt (Sectio caesarea).

Ausbildung zum Gynäkologen

Die Ausbildung zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe setzt ein abgeschlossenes Medizinstudium und den Erwerb der Erlaubnis zur Ausübung des Arztberufes (Approbation) voraus. An das Studium schließt sich eine in der Regel fünfjährige Weiterbildungszeit und ein Kurs zur Weiterbildung in der psychosomatischen Grundversorgung an, der die Behandlung von Patienten mit psychosomatischen Beschwerden und psychischen Krankheitsfolgen im Blick hat.

Im Anschluss an die Weiterbildung zum Facharzt für Gynäkologie besteht die Möglichkeit einer weiteren, in der Regel jeweils dreijährigen Spezialisierung in folgenden Schwerpunkten (SP):

  • SP Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin.
  • SP Gynäkologische Onkologie.
  • SP Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin.

Wo arbeitet ein Frauenarzt?

Ein Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe kann sowohl im stationären als auch ambulanten Bereich arbeiten. Ein Gynäkologe kann also in Krankenhäusern oder Universitätskliniken beschäftigt sein. Er kann aber ebenso als Facharzt in einer eigenen Praxis oder in Praxis-Zusammenschlüssen wie Gemeinschaftspraxen oder Medizinischen Versorgungs-/Gesundheitszentren arbeiten. Auch eine Anstellung in der medizinischen Forschung und Lehre ist für den Frauenarzt möglich.

Wann gehst du zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe?

Einen Termin beim Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe kannst du entweder mittels Überweisung vom Hausarzt oder beim Frauenarzt direkt vereinbaren. Bei folgenden Fragestellungen und geschlechtsspezifischen Beschwerden und Erkrankungen kann der Frauenarzt der richtige Ansprechpartner sein:

  • Beschwerden im Intimbereich oder der Brust wie zum Beispiel Entzündungen der Scheide (Vaginitis), der Gebärmutter (Endometritis), Scheidenentzündungen durch Pilze (Candida-Mykose), Entzündungen oder Schmerzen der Brust (Mastitis oder Mastodynie).
  • Menstruations-Beschwerden und Zyklus-Beschwerden.

Auch wenn das Thema Verhütung, Familienplanung oder Schwangerschaft bei dir aktuell wird, kannst du einen Gynäkologen aufsuchen:

  • Beratung bezüglich der Familienplanung und Verhütung inklusive Verschreibung oder Einbringen von Verhütungsmitteln (Kontrazeptiva) wie zum Beispiel der Pille oder einer Hormon-Spirale.
  • Feststellung einer Schwangerschaft, Schwangerschaftsbetreuung, Schwangerschaftsuntersuchungen, Mutterschaftsvorsorge.
  • Probleme des Sexuallebens inklusive Sexualberatung durch den Frauenarzt.
  • Beratung und Diagnostik in Fragen der Sterilität beziehungsweise eines unerfüllten Kinderwunsches.

Eine weitere wichtige Aufgabe des Frauenarztes ist die Krebs-Vorsorge. Daher werden ab einem bestimmten Alter gewisse Vorsorgetermine für alle Frauen empfohlen:

  • Ab dem 20. Lebensjahr: einmal im Jahr Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge.
  • Ab dem 30. Lebensjahr: zusätzlich jährliche Untersuchung der Brust.
  • Vom 50. bis 70. Lebensjahr: alle 2 Jahre röntgenologische Untersuchung der Brust (Mammografie).

Untersuchungen beim Frauenarzt

Beim Gynäkologen oder Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe kommen neben der üblichen körperlichen Untersuchung noch weitere Untersuchungs- und Diagnoseverfahren zur Anwendung. Zum Beispiel:

  • Tastuntersuchung der Brust: Der Gynäkologe tastet das Drüsengewebe der Brust ab und sucht nach krankhaften Verhärtungen oder Veränderungen der Brust.
  • Mammografie: Die Mammografie ist eine Röntgen-Untersuchung der weiblichen Brust. Sie wird für Frauen zwischen dem 50. bis 70. Lebensjahr alle zwei Jahre als Brustkrebs-Screening empfohlen, kann aber auch beim Verdacht auf eine Veränderung des Drüsengewebes durchgeführt werden. In dieser röntgenologischen Untersuchung können gut- oder bösartige Veränderungen der Brustdrüsen frühzeitig aufgespürt werden.
  • Gynäkologische Tastuntersuchung auf dem gynäkologischen Stuhl: Der Frauenarzt untersucht die Scheide (Vagina), den Muttermund (Cervix bzw. Portio uteri), die Gebärmutter (Uterus) sowie die Eierstöcke (Ovarien) und Eileiter (Tuba uteri) durch Abtasten durch die Bauchdecke und durch eine Tastuntersuchung durch die Scheide (vaginal) oder durch die Scheide und den Anus. Dabei können zum Beispiel Größenveränderungen oder druckschmerzhafte Bereiche der Organe aufgespürt werden.
  • Spekulumeinstellung auf dem gynäkologischen Stuhl: Mithilfe eines Untersuchungsinstrumentes, des Spekulums, kann der Frauenarzt die Scheidenwände, den Muttermund (Cervix bzw. Portio vaginalis) und auch die Beschaffenheit des Scheiden-Ausflusses (Vaginal-Sekret) einsehen und beurteilen. Die Spekulum-Untersuchung kann zum Beispiel zur Diagnostik einer Scheidenentzündung (Vaginitis) oder einer Veränderung am Gebärmutterhals helfen.
  • PAP-Abstrich: Mittels einer kleinen Bürste oder eines Spatels führt der Frauenarzt einen Abstrich vom Muttermund durch. Dabei entnimmt er eine Anzahl kleinster Zellen, die unter dem Mikroskop untersucht werden können. Der PAP-Abstrich ist Teil der routinemäßigen Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge. Unter dem Mikroskop können Veränderungen der Zellen beispielsweise aufgrund von Entzündungen mit Humanen Papillomviren (HPV) untersucht werden. Auch bösartige Veränderungen der Zellen können entdeckt werden.
  • Vaginaler Ultraschall: Beim vaginalen Ultraschall (Sonographie) wird ein Ultraschall-Kopf in die Scheide (Vagina) eingeführt. So können zum Beispiel die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), die Eierstöcke (Ovarien), Eileiter (Tuben) und die Gebärmutterhöhle und die Gebärmutterwand sichtbar gemacht werden und auf Veränderungen untersucht werden. Durch die Sonografie kann auch eine Schwangerschaft festgestellt werden.
  • Kolposkopie: Unter Lupenvergrößerung mit einem Kolposkop kann der Gynäkologe die weiblichen Geschlechtsorgane wie die Scheide (Vagina) oder den Gebärmutterhals (Cervix bzw. Portio uteri) genau inspizieren und mithilfe bestimmter Testungen zum Beispiel entzündete oder veränderte Zellen darstellen und gegebenenfalls zur Zelluntersuchung entnehmen.
  • Hysteroskopie: Die Hysteroskopie wird auch Uterusspiegelung genannt. Über die Scheide (vaginal) wird hierbei ein Hysteroskop, ein gynäkologisches Instrument mit Videokamera und Lichtquelle, in die Gebärmutterhöhle geführt und die Gebärmutter mit Gas oder Kochsalz-Lösung etwas aufgedehnt. Auf einem Bildschirm kann der Frauenarzt dann die Gebärmutter von innen betrachten und nach Veränderungen suchen. Die Hysteroskopie kann auch mit einem operativen Eingriff kombiniert werden und daher auch in Narkose stattfinden. Eingesetzt wird die Hysteroskopie zum Beispiel, wenn im Ultraschall oder der Kolposkopie krankhafte Veränderungen aufgefallen sind, die weiter untersucht werden sollen.