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Diagnosekürzel

U07.2

Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht U07.2 für Covid-19, bei der das verursachende Virus SARS-CoV-2 nicht durch Labortest nachgewiesen wurde
Unter U00 bis U49 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Vorläufige Zuordnungen für Krankheiten mit unklarer Ätiologie (Entstehungsursache) und nicht belegte Schlüsselnummern zusammengefasst. U07.2 ist das Diagnosekürzel für die schwere Atemwegserkrankung COVID-19, bei der das Virus SARS-CoV-2 durch Labortest nicht nachgewiesen wurde.

U07.2: COVID-19, Virus SARS-CoV-2 durch Labortest nicht nachgewiesen

U07.2 ist das Diagnosekürzel für die Coronavirus-Krankheit-2019, kurz Covid-19, bei der das verursachende Virus SARS-CoV-2 nicht durch Labortests nachgewiesen wurde. Die Infektion wurde in diesem Fall aber klinisch-epidemiologisch bestätigt. Klinisch-epidemiologisch bedeutet, dass sich eine akute Erkrankung mit all ihren typischen Symptomen zeigt, ohne dass ein Labornachweis für diese Erkrankung vorliegt. Die Häufigkeit und Verbreitung dieser Erkrankung in der Bevölkerung legt aber nahe, dass es sich im aufgetretenen Fall um die Erkrankung handelt, die zum klinischen Bild passt. Das ICD-10 Diagnosekürzel für Covid-19, bei der das Virus SARS-CoV-2 durch Labortests nachgewiesen wurde, lautet U07.1.

Lies weitere Infos zu Covid-19 sowie zu Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie.

Im deutschen ICD-10 Diagnoseschlüssel (ICD-10-GM) wird hinter U07.2 noch ein Ausrufezeichen gesetzt. Das Ausrufezeichen hinter U07.2 bedeutet, dass dieser Verschlüsselungskode nicht alleine stehen darf, sondern immer zusammen mit dem Kode einer dadurch ausgelösten oder verursachenden Krankheit oder eines Symptoms (siehe nachfolgende Fallbeispiele, Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, BfArM). Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes und wird bei der Kodierung zum Beispiel auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht angegeben.

Die Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit können hinter den ICD-10-GM-Kodes stehen. V = Verdachtsdiagnose; G = gesicherte Diagnose.

Folgende Fallkonstellationen und Kodierungen sind im Zusammenhang mit dem Covid-19 Infektionsgeschehen und dem durch Labortests nachgewiesenen (U07.1!) oder nicht nachgewiesenen Coronavirus SARS-CoV-2 (U07.2!) möglich. Siehe auch zusammenfassende Tabelle:

Fallkonstellation 1: Unter Z22.8 G plus U007.1! G kann dein Fall zusammengefasst werden, wenn ein positives Testergebnis zum Beispiel anlässlich einer routinemäßigen Testung auf SARS-CoV-2 bei stationärer Aufnahme in ein Krankenhaus herauskam. Oder wenn du dich unwissentlich im Umfeld eines Infektionsherdes aufgehalten hast und im Rahmen des Kontaktnachweises positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurdest. Das neuartige Coronavirus wurde also in beiden Fällen labordiagnostisch bei dir nachgewiesen, daher gesicherte Diagnose G. Du weist allerdings keine Symptome auf, die zu Covid-19 passen. Trotzdem bist du jetzt Träger einer übertragbaren Erkrankung (Z22.8). Lies mehr zu übertragbaren Infektionskrankheiten, die durch Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten verursacht werden, unter dem ICD-10 Diagnosekürzel Z22.

Fallkonstellation 2: J12.8 G plus U07.1! G bedeutet, dass SARS-CoV-2 durch einen Labortest sicher nachgewiesen wurde und du an einer Pneumonie (Lungenentzündung) leidest. Lies  mehr zur Viruspneumonie unter dem ICD-10 Diagnosekürzel J12. Zusätzlich zeigst du noch typische Symptome von Covid-19. Eine epidemiologische Bestätigung kann, muss aber nicht vorliegen und ist für diesen Fall auch nicht relevant. Die zusätzliche Angabe von U99.0!, dem Diagnoseschlüssel für die Testung auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 , ist hier nicht notwendig. Denn die labordiagnostische Testung ist Voraussetzung für die Kodierung von U07.1!

Fallkonstellation 3: J12.8 G plus Z20.8 G plus U07.2! G steht für die gesicherte Diagnose einer Pneumonie (Lungenentzündung), die durch Viren ausgelöst wurde. Lies  mehr zur Viruspneumonie unter dem ICD-10 Diagnosekürzel J12. Wenn die Infektion mit SARS-CoV-2 nicht durch einen Labortest, aber epidemiologisch bestätigt wurde (U07.2!) und die gezeigte Symptomatik bei Covid-19 vorkommt, kann es sich um den Fall handeln, dass am Ende des akuten Krankheitsverlaufs der labordiagnostische Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2 aufgrund der geringen Virenmenge nicht mehr gelingt. Trotzdem sind die Coronaviren, die die Lungenentzündung verursacht haben, einst durch Kontakt und Exposition (Ausgesetztsein) gegenüber sonstigen übertragbaren Krankheiten (Z22.8) aufgeschnappt worden. Welche Krankheiten durch sexuellen Kontakt übertragen werden können, liest du unter dem ICD-10 Diagnosekürzel Z22.

Fallkonstellation 4: Wirst du im Rahmen von Ausbruchsuntersuchungen nahe eines Infektionsherdes (epidemiologische Bestätigung) oder im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung auf SARS-CoV-2 getestet, zeigst du keine Covid-19-Symptome und ist das Testergebnis nicht positiv, dann kann das mit  Z20.8 G plus U99.0! kodiert werden. Du hattest Kontakt mit oder warst übertragbaren Krankheiten ausgesetzt, aber SARS-CoV-2 konnte labordiagnostisch nicht nachgewiesen werden. Erfahre unter dem ICD-10 Diagnosekürzel Z20 mehr zu  Infektionskrankheiten, die von Tieren auf den Menschen oder von Mensch zu Mensch übertragen werden können.

Fallkonstellation 5: Wirst du wegen einer Lungenentzündung (Pneumonie) behandelt und hast du Symptome, die auf CoV-2 hindeuten? Waren allerdings ein- oder mehrfach durchgeführte labordiagnostische Tests auf SARS-CoV-2 zum Zeitpunkt der Diagnosestellung negativ und ist auch keine epidemiologische Bestätigung vorhanden, weil du keinen Kontakt zu infizierten Personen hattest und dich auch nicht in der Nähe eines Infektionsherdes aufgehalten hast, kann dein Arzt die Kodierung J12.8 (Viruspneumonie) plus U99.0! verwenden.

Fallkonstellation 6: Du wirst zum Beispiel vor einer stationären Aufnahme im Krankenhaus zum Ausschluss einer Infektion mit SARS-CoV-2 getestet. Du zeigst keine Covid-19-Symptome und hattest keinen Kontakt zu einem Infektionsherd oder einer mit Covid-19 infizierten Person. Der Test fällt negativ aus. Hier kann dein Arzt die Kodierung Z11 (Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten) plus U99.0! verwenden. Unter dem ICD-10 Diagnosekürzel Z11 erfährst du mehr zu parasitären Krankheiten.

Labordiagnostischer Nachweis von SARS-CoV-2
Klinisches Bild (mit Covid-19 vereinbare Symptomatik) Epidemiologische Bestätigung (Häufigkeit und Verbreitung in der Bevölkerung) ICD-10-GM-Kodes
Positives Testergebnis Nicht vorhanden Nicht relevant Z22.8 (Keimträger sonstiger Infektionskrankheiten) plus U07.1! (durch Labortest gesicherte Covid-19-Infektion)
Positives Testergebnis Vorhanden Nicht relevant Kode für die Symptomatik oder Erkrankung (als was zeigt sich die Covid-19-Infektion?), z. B. J12.8 (Pneumonie durch sonstige Viren) plus U07.1! (Virus SARS-CoV-2 durch Labortest nachgewiesen)
Positives Testergebnis liegt nicht vor Vorhanden: unspezifisch (Symptome passen auch auf andere Erkrankungen) oder spezifisch (mit typischen Symptomen) Vorhanden Kode für die Manifestation (Symptomatik oder Erkrankung), z.B. J12.8 (Viruspneumonie) plus Z20.8(Kontakt mit und Exposition, d.h. Ausgesetztsein gegenüber sonstigen übertragbaren Krankheiten) plus U07.2! (SARS-CoV-2 nicht durch Labortest nachgewiesen)
Positives Testergebnis liegt nicht vor Nicht vorhanden Vorhanden Kode für die Symptomatik oder Erkrankung, z. B. Z20.8 (Kontakt mit und Exposition, d.h. Ausgesetztsein gegenüber sonstigen übertragbaren Krankheiten) plus U99.0! bei durchgeführtem Test auf SARS-CoV-2
Positives Testergebnis liegt nicht vor Vorhanden Nicht vorhanden Kode für die Symptomatik oder Erkrankung, z. B. J12.8 (Viruspneumonie, d.h. durch Viren ausgelöste Lungenentzündung) plus U99.0! bei durchgeführtem Test
Negatives Testergebnis liegt vor Nicht vorhanden Nicht vorhanden Kode für die Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten Z11 plus U99.0! bei durchgeführtem Test auf SARS-CoV-2
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Diagnosekürzel

U07.1

Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht U07.1 für die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste und durch Labortest nachgewiesene Erkrankung COVID-19
Unter U00 bis U49 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Vorläufige Zuordnungen für Krankheiten mit unklarer Ätiologie (Entstehungsursache) und nicht belegte Schlüsselnummern zusammengefasst. U07.1 ist das Diagnosekürzel für die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung COVID-19, bei der das Virus SARS-CoV-2 durch Labortest nachgewiesen wurde.

U07.1: COVID-19, Virus SARS-CoV-2 durch Labortest nachgewiesen

COVID-19 oder Covid-19 ist die Abkürzung für coronavirus disease 2019, der durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelösten meldepflichtigen schweren Atemwegserkrankung.

Covid-19 verursacht Symptome wie:

  • Fieber. Ab welcher Temperatur beginnt Fieber?
  • Geruchs- und Geschmacksverlust
  • Trockener Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Erschöpfung
  • Seltener: Halsschmerzen, laufende Nase, Niesen, Durchfall
  • In schweren Fällen: Pneumonie (Lungenentzündung), Lungenversagen

Lies weitere Infos zu Symptomen und Therapie von Covid-19 und SARS-CoV-2 sowie zu Schutzmaßnahmen angesichts der Covid-19-Pandemie.

Im deutschen ICD-10 Diagnoseschlüssel (ICD-10-GM) wird hinter U07.1 noch ein Ausrufezeichen gesetzt: Der Diagnosecode für Covid-19 mit durch Labortests nachgewiesenem SARS-CoV-2 Virus lautet also U07.1! Bei Ausrufezeichenkodes handelt es sich um sogenannte Zusatzkodes. Das heißt, dass sie eine ergänzende Information enthalten und mit mindestens einem weiteren ICD-10 Diagnosekürzel kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört lediglich zur Bezeichnung des Kodes, es wird bei der Kodierung auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht angegeben.

Für Covid-19-Fälle, bei denen SARS-CoV-2 nicht durch Labortests nachgewiesen sondern klinisch epidemiologisch  bestätigt wurde, lautet der Diagnosecode U07.02! Klinisch-epidemiologisch bedeutet, dass sich eine akute Erkrankung mit all ihren typischen Symptomen zeigt, ohne dass ein Labornachweis dafür vorliegt. Die Häufigkeit und Verbreitung der vermuteten Erkrankung in der Bevölkerung legt aber nahe, dass es sich um die Erkrankung handelt, die zum klinischen Bild passt. Fallkonstellationen und weitere Infos zum Diagnosekürzel U07.2

Das Diagnosekürzel U07.1 darf nicht alleine stehen, sondern immer zusammen mit dem Kode einer dadurch ausgelösten oder verursachenden Krankheit oder eines Symptoms (siehe nachfolgende Fallbeispiele, Quelle: Kassenärztlicher Vereinigung):

  • Akute Erkältungskrankheit bzw. akute Erkältungssymptome im Zusammenhang mit Covid-19. Gegebenenfalls mit Veranlassung eines Labortests auf Covid-19.

Hier werden die Erkrankung bzw. die Symptome verschlüsselt und zusätzlich der Kode U07.1 angegeben. Ob es sich um einen Verdachtsfall oder um eine gesicherte Infektion mit Covid-19 handelt, kann über das Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit angegeben werden. G steht für Gesicherte Diagnose und V für Verdachtsdiagnose.

Fallbeispiel: Wenn du Fieber und trockenen Husten hast und dich in den letzten 14 Tagen vor Symptombeginn in einem Gebiet aufgehalten hast, in dem besonders viele Fälle von Covid-19 auftraten, wird dein Arzt einen Covid-Labortest veranlassen. Bis zum Ergebnis würden auf deiner Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) folgende Diagnosekürzel stehen: J06.9 G Das heißt: Gesicherte Diagnose für Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet. Lies mehr zum ICD-10 Diagnosekürzel J06.
U07.1 V Das heißt: Verdachtsdignose COVID-19

Wurde durch den Labortest eine Covid-19-Erkrankung nachgewiesen, stehen auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung die Diagnosekürzel:
J06.9 G Das heißt: Gesicherte Diagnose für Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet. Lies mehr zum ICD-10 Diagnosekürzel J06.
U07.1 G Das heißt: Gesicherte Diagnose für COVID-19

  • Krankheitszeichen wie trockener Husten und/oder Fieber und Kontakt zu einer nachgewiesen an Covid-19 erkrankten Person oder Kontakt zu einem Covid-19-Verdachtsfall.

Hier wird auf deiner Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zusätzlich zu Erkrankung oder Symptomen, dem Covid-19-Kode und dem Kürzel für die Diagnosesicherung noch die Kontaktsituation verschlüsselt:
J06.9 G  Das heißt: Gesicherte Diagnose für Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet. Lies mehr zum ICD-10 Diagnosekürzel J06.
Z20.8 G Das heißt: Gesicherte Diagnose für Kontakt mit und Exposition gegenüber sonstigen übertragbaren Krankheiten
U07.1 V oder U07.1 G Das heißt: Verdachtsdiagnose COVID-19 oder gesicherte Diagnose COVID-19.

Weitere Fallkonstellationen im Zusammenhang mit SARS-CoV-2/Covid-19 findest du unter dem ICD-10 Diagnosekürzel U07.2.

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Coronavirus-Check

3-D-Illustration des Coronavirus SARS-CoV-2
Das weltweit verbreitete Coronavirus SARS-CoV-2 hat unser Leben verändert.

15 Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 und zu Covid-19

Das Coronavirus SARS-CoV-2 und die dadurch ausgelöste Covid-19-Pandemie (eine Pandemie ist eine sich schnell weiter verbreitende, ganze Länder und Kontinente erfassende Krankheit) hält die Welt in Atem. DocInsider hat das Coronavirus unter die Lupe genommen und häufige Fragen zu SARS-CoV-2 und Covid-19 zusammengetragen (Stand 19.02.2021, Quellen: Weltgesundheitsorganisation WHO, Robert Koch-Institut RKI, Bundesministerium für Gesundheit, Auswärtiges Amt).

Erfahre außerdem Wissenswertes zu Corona-Impfstoffen.

Sicherheits-Informationen für Reisende

Bei Reisen innerhalb Deutschlands gelten die Regelungen der jeweiligen Bundesländer.

Eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen gilt für alle Länder, die vom Bundesministerium für Gesundheit, dem Auswärtigen Amt sowie dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat als Risikogebiet eingestuft sind. Aktuelle Covid-19 Risikogebiete weltweit listet das Robert Koch-Institut auf.

Unter den Informationen der Bundesregierung für Reisende und Pendler findest du ebenfalls viele Hinweise.

Welche Reise- und Sicherheitshinweise für dein Reiseland gelten, findest du in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes.

Woher kommt das Coronavirus SARS-CoV-2?

SARS-CoV-2 ist die Abkürzung für Severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2. Das bedeutet Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Das neuartige Coronavirus wurde zunächst mit 2019-nCoV bezeichnet; es ist eng verwandt mit dem SARS-assoziierten Coronavirus (SARS-CoV-1), das 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte. Coronaviren sind unter Säugetieren und Vögeln verbreitet. Beim Menschen verursachen sie vorwiegend milde Erkältungskrankheiten. Coronaviren können manchmal aber auch schwere Lungenentzündungen hervorrufen. Die Lungenkrankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann, trägt die Abkürzung Covid-19. Das bedeutet Corona Virus Disease 2019.

Forscher gehen davon aus, dass SARS-CoV-2 auf einem Markt in der chinesischen Stadt Wuhan von einem infizierten Tier auf einen Menschen übergegangen ist. Das Erbgut des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ist eng mit Coronaviren verwandt, die in Fledermäusen im Osten Chinas gefunden wurden. Ausgehend von mit Coronaviren infizierten Fledermäusen könnte der Erreger weitere Tiere, sogenannte Zwischenwirte, infiziert haben. Über einen solchen Zwischenwirt könnte das Coronavirus schließlich zum Menschen gelangt sein.

Wie gefährlich sind SARS-CoV-2-Mutationen?

Mutationen bei Viren finden ständig statt. Bei einer Mutation verändert sich das Erbgut eines Erregers wie SARS-CoV-2, um sich an seine Umwelt noch besser anpassen zu können. Gefährlich wird die Mutation dann, wenn sich die Struktur des Virus zu seinem Vorteil verändert. Zum Beispiel wenn sie den genetischen Bauplan des Spike-Proteins betreffen. Mithilfe des Spike-Proteins dockt das Coronavirus an die ACE2-Rezeptoren der Wirtszelle an und gelangt ins Zellinnere.

Verändert sich der genetische Bauplan des Spike-Proteins zum Vorteil des Coronavirus, kann es leichter in die menschlichen Zellen eindringen, sich dadurch leichter vermehren und sich somit schneller und weiter verbreiten.

Die bisher entdeckten Mutationen von SARS-CoV-2 sollen nicht tödlicher sein als das ursprüngliche Coronavirus. Auch zeige sich kein höherer Anteil an schweren Verläufen von Covid-19. Dennoch ist die viel schnellere Ausbreitungsgeschwindigkeit der Mutationen ein Problem. Die Folge: mehr Menschen erkranken gleichzeitig, mehr durchleben schwere Verläufe und mehr können sterben.

Unter dem Namen B.1.1.7 (auch als VOC 2020/12/01 bezeichnet) werden einige neue Mutationen von SARS-CoV-2 aus Großbritannien zu einer Viruslinie zusammengefasst. Die britische Variante von SARS-CoV-2 soll laut ersten Studien ansteckender sein als das bisher bekannte Coronavirus. B.1.1.7 verbreitet sich demzufolge schneller und ist auch schon in Deutschland und in anderen Ländern angekommen.

Die südafrikanische Variante von SARS-CoV-2 nennt sich B.1.351, auch als 501.V2 bezeichnet. Sie ist noch weiter mutiert als die englische Variante, wahrscheinlich aber nicht tödlicher. Offensichtlich aber ähnlich ansteckend und infolge einer sogenannten Fluchtmutation namens E484K in der Lage, der Immunantwort zu entkommen. Eine Fluchtmutation, auch Escape-Mutation genannt, macht es vorhandenen Antikörpern gegen SARS-CoV-2 schwer, sich an das Spikeprotein des Virus zu binden. Somit kann das Eindringen von Viruspartikeln in die Zellen nicht mehr verhindert werden. 

Die brasilianische Variante von SARS-CoV-2 wird als P.1 bezeichnet. Hierüber ist derzeit am wenigsten bekannt. Zu bedenken gibt aber, dass sich Covid-19-Genesene auch wieder mit P.1 anstecken können.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Der Hauptübertragungsweg von SARS-CoV-2 ist die Tröpfcheninfektion. Mit dem Coronavirus versetzte Speicheltröpfchen werden beim Husten, Niesen und Sprechen frei und können somit in deinen Atemtrakt gelangen. Möglich sind auch Coronavirus-Übertragungen durch Schmierinfektion über Gegenstände wie Türgriffe. Coronaviren können deine Mundschleimhaut, deine Nasenschleimhäute und die Bindehaut deiner Augen als Eintrittspforte in deinen Körper benutzen, wenn du dein Gesicht mit ungewaschenen Händen berührst.

Inkubationszeit und Ansteckungsgefahr

Die durchschnittliche Inkubationszeit (Dauer von Ansteckung bis zum Krankheitsbeginn) liegt beim Coronavirus nach derzeitigen Erkenntnissen zwischen 5 bis 6 Tagen. Bis erste Symptome auftreten vergehen in der Regel 1 bis 14 Tage. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen keine Symptome auftreten und die Betroffenen nichts von ihrer Covid-19-Erkrankung bemerken. Somit können sie, ohne es zu wissen, zu möglichen Überträgern des Coronavirus werden. SARS-CoV-2 kann vom Mundraum in den Verdauungstrakt wandern und von dort über Fäkalien oder als Schmierinfektion weitergegeben werden.

Um die Ansteckungsgefahr mit SARS-CoV-2 zu verringern und die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind deshalb von jedem von uns umsichtiges und verantwortungsbewusstes Verhalten und – wie bei allen Infektionskrankheiten – sorgfältige Handhygienemaßnahmen gefragt. In unserem Artikel zur Handhygiene in Infektionszeiten liest du, warum die Corona-Pandemie Stress für deine Haut bedeutet und wie du deine Hände richtig wäschst und pflegst. Wie du mit FFP2-Masken und OP-Masken dazu beitragen kannst, dass sich SARS-CoV-2 nicht noch weiter ausbreitet und was du beim Tragen und beim Reinigen deiner Corona-Schutzmasken beachten solltest, erfährst du unter Pflegetipps für Corona-Schutzmasken.

Wer zählt zu den Corona-Risikogruppen?

Das Coronavirus SARS-CoV-2 kann bei älteren Menschen oder Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen zu einem schweren Krankheitsverlauf führen. Nach aktuellem Stand zählen laut WHO Schwangere nicht zu einer besonders gefährdeten Gruppe, sofern sie keine Grunderkrankungen haben. Auch Kinder scheinen bei Covid-19 nach derzeitigen Erkenntnissen nicht zu einem schweren Krankheitsverlauf zu neigen.

Zu den Corona-Risikogruppen zählen:

  • Menschen ab 50 Jahren und älter. Mit zunehmendem Alter und bei Vorerkrankungen steigt bei Covid-19 das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf
  • Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Krebs und Erkrankungen der Lunge wie Asthma oder chronische Bronchitis
  • Menschen mit mehreren Grunderkrankungen
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem durch eine bestehende Erkrankung oder durch die Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen oder die die Immunabwehr unterdrücken (Immunsuppressiva).

Welche Symptome verursacht das neuartige Coronavirus?

Eine Infektion mit dem Coronavirus und die dadurch ausgelöste Erkrankung Covid-19 kann sich durch grippeähnliche Symptome äußern. Wie schützt du dich vor Grippe?

Folgende Symptome sind bei Covid-19 möglich:

  • Fieber (> 38,5 °C). Wie und wo Fieber messen?
  • Trockener Husten
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • Gliederschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Lymphknotenschwellung
  • Bindehautentzündung. Was tun bei Bindehautentzündung?
  • Kopfschmerzen. Hilfe bei Kopfschmerzen
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn
  • Verfärbung an Fingern oder Zehen oder Hautausschlag
  • Atembeschwerden oder Kurzatmigkeit
  • Schmerzen oder Druckgefühl im Brustbereich
  • Verlust der Sprach- und Bewegungsfähigkeit

Krankheitsverlauf von Covid-19

Die Krankheitsverläufe von Covid-19 variieren stark. Es zeigen sich symptomlose oder milde Verläufe bis hin zu Atemproblemen und schweren Pneumonien (Lungenentzündungen) mit Lungenversagen und Tod. Lungenentzündungen werden von Symptomen wie hohem Fieber, Husten, Atembeschwerden (Dyspnoe), beschleunigter Atmung (Tachypnoe) und Schmerzen beim Atmen begleitet.

Bei Covid-19 sind bei schweren Verläufen fast immer beide Lungenflügel entzündet, bei einer klassischen Lungenentzündung dagegen meist nur einer.

Von Covid-19 können nicht nur die Lunge, sondern auch andere Organsysteme betroffen sein. Wo sich SARS-CoV-2 ausbreiten kann, ist unter anderem abhängig von der Dichte der sogenannten ACE2-Rezeptoren in den Geweben. SARS-CoV-2 verwendet das Enzym ACE2 als Andockstelle (Rezeptor), um in die Wirtszellen zu gelangen. Eine hohe ACE2-Dichte befindet sich beispielsweise im Atemwegstrankt, im Darm, in Gefäßzellen, in der Niere und im Herzmuskel.

Covid-19 erhöht dadurch das Risiko für Thrombosen und durch die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems auch das Herzinfarkt-Risiko. In schweren Fällen können die Nieren versagen.

Die Corona-Pandemie und vor allem die Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie wirkt sich auch auf unsere Psyche aus. So beobachteten Mediziner einen Anstieg an Depressionen, Angstzuständen, Substanzmissbrauch und häuslicher Gewalt.

Was ist das Post-Covid-Syndrom?

Unter dem Begriff Post-Covid-Syndrom, im englischen Sprachraum als Long Covid bezeichnet, werden alle Symptome zusammengefasst, die noch mindestens drei Monate nach einer übersatndenen Covid-19-Erkrankung auftreten können.

Symptome des Post-Covid-Syndroms sind:

  • chronische Müdigkeit (Fatigue)
  • Erschöpfung
  • Konzentrationsprobleme
  • Gedächtnisverlust
  • Atemnot
  • Husten
  • Herzmuskelentzündung
  • Nierenprobleme
  • Gefäßbeeinträchtigungen

Die Stärke dieser Post-Covid-Symptome ist bei jedem Betroffenen unterschiedlich. Bei manchen Patienten treten die Post-Covid-Beschwerden sogar erst sechs Monate nach der Akut-Erkrankung auf und erfordern eine stationäre Behandlung.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind die Langzeitfolgen von Covid-19 selbst bei leichten Verläufen derzeit noch nicht abschätzbar. Unklar ist auch, ab welchem Zeitpunkt die Folgen der Covid-19-Erkrankungen chronisch werden können und ob dauerhafte Schädigungen drohen.

Was tun bei Corona-Symptomen?

Wenn du keinen direkten Kontakt zu nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten oder zu möglicherweise infizierten Personen hattest, bewahre unbedingt Ruhe. Nimm telefonisch Kontakt zu deinem Hausarzt auf und lass dich über das weitere Vorgehen beraten. Achte auf die unter Coronavirus-Schutz beschriebenen Maßnahmen.

Bei leichten Erkältungssymptomen, leichten Erkrankungen der oberen Atemwege oder erhöhter Temperatur (>37,5 °C) kontaktiere bitte ebenfalls telefonisch deinen Arzt und lass dich über das  weitere Vorgehen beraten. Die Ausnahme-Regelung, dass Ärzte ihren Patienten telefonisch für bis zu 14 Tage eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausstellen können, ohne dass die Patienten in die Praxis kommen müssen, gilt seit 19. Oktober 2020 bis zum 31.3.2021.

Du hattest Kontakt mit einer Covid-19-infizierten Person?

Wenn du direkten Kontakt mit einer an Covid-19 erkrankten Person hattest oder direkten Kontakt mit jemandem, der positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, dann solltest du umgehend folgende Schritte einleiten:

  • Kontaktiere telefonisch das für deinen Wohnort zuständige Gesundheitsamt, einen Arzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 und erkundige dich nach dem weiteren Vorgehen. Bleib zu Hause und vermeide möglichst den Kontakt zu anderen Menschen bis du von den genannten Ansprechpartnern weitere Informationen und Anweisungen erhältst.
  • Bist du hörgeschädigt oder gehörlos, helfen dir für weitere Infos die Beratungsstellen für Gehörlose und Hörgeschädigte per Fax oder Email weiter.
  • Bundesweite Corona-Hotlines informieren über SARS-CoV-2 und Covid-19.

Bist du immun gegen das Coronavirus, wenn du Covid-19 überstanden hast?

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 dockt über sogenannte Spike-Eiweiße an deine Körperzellen an und bringt sie dazu, das Erbgut des Coronavirus millionenfach zu kopieren. Die Zellen platzen auf und die freigewordenen Viren können weitere Körperzellen befallen. Dein Immunsystem bemerkt die Eindringlinge und bekämpft die Erreger mit Antikörpern, die die Andockstellen des Virus unschädlich machen. Ist deinem Immunsystem das neuartige Coronavirus schon bekannt, weil du schon einmal eine Corona-Infektion durchgemacht hast, kann es auf einen erneuten Virenangriff schneller reagieren und die Erreger unschädlich machen bevor sie Symptome auslösen können.

Die Studien, die es bisher zur Immunität von Menschen gibt, die Covid-19 überstanden haben, weisen darauf hin, dass nach einer Infektion Antikörper gebildet werden, die das Coronavirus neutralisieren können. Viele Experten gehen davon aus, dass die Immunität Monate anhält.

Was passiert, wenn du dich gleichzeitig mit Grippe und Corona infizierst?

Du kannst dich mit dem Influenza-Virus und dem Coronavirus parallel infizieren. In diesem Fall kannst du schwerer erkranken als bei einer Infektion mit nur einer Virusart. Denn dein Immunsystem muss sich gleichzeitig mit zwei Krankheitserregern auseinandersetzen. Eine große Herausforderung, da unser Immunsystem bei Erstinfektion noch keine Erfahrung mit dem neuartigen Coronavirus hat. Besteht ein Grippeschutz durch eine Grippe-Impfung, „weiß“ dein Immunsystem, was im Ernstfall zu tun ist. Es kenn den Influenza-Virus und kann die Abwehrmechanismen schneller in Gang setzen. Lies mehr zur Wirkung der Grippe-Impfung.

Kannst du dich durch importierte Lebensmittel mit SARS-CoV-2 anstecken?

Das Coronavirus wird von Mensch zu Mensch übertragen. Die Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines Covid-19-Erkrankten gehören, wie beispielsweise importierte Waren, Lebensmittel, Postsendungen oder Gepäck, erscheint laut Robert Koch-Institut unwahrscheinlich.

Überträgt sich das Coronavirus auf Fleisch?

Da sich einige Schlachthöfe infolge infizierter Mitarbeiter zu Corona-Hotspots entwickelt haben, stellt sich die Frage, ob beispielsweise dort produziertes Grillfleisch und Fleischprodukte gefährlich sein könnten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt dazu: „Coronaviren können sich in Lebensmitteln nicht vermehren; sie benötigen dazu einen lebenden tierischen oder menschlichen Wirt. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden.“

Soll heißen: es wäre sehr unwahrscheinlich, dass die Coronaviren Grill- und Brattemperaturen überleben. Selbst dann, wenn vor dem Erhitzen ein infizierter Schlachthofmitarbeiter auf dein Fleischstück gehustet haben sollte.

Hätte hingegen ein infizierter Verkäufer deine Grillware oder die Verpackung angefasst und du würdest beides kurz danach auch anfassen und dir mit ungewaschenen Händen die Augen reiben oder deinen Mund oder deine Nase berühren, wäre eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Schmierinfektion möglich.

Achte daher beim Umgang mit allen Lebensmitteln auf die allgemeinen Hygieneregeln. Lies mehr zu Corona-Schutzmaßnahmen.

Können Mücken Corona übertragen?

Nach aktuellem Forschungsstand können Mücken das Coronavirus nicht übertragen. Die WHO schreibt dazu: „Das neuartige Coronavirus kann nicht über Mückenstiche übertragen werden. Bisher gibt es weder Informationen noch Beweise dafür, die nahelegen würden, dass das neuartige Coronavirus über Mückenstiche übertragen werden kann. Das neuartige Virus ist ein Virus, das auf die Atemwege geht. Es verbreitet sich hauptsächlich durch Tröpfchen, wenn eine infizierte Person hustet oder niest, oder durch Speicheltröpchen oder Nasensekret.“

Damit eine Stechmücke SARS-CoV-2 oder generell ein Virus übertragen kann, müsste sie dieses in vermehrungsfähiger Form beim Blut saugen aus der Blutbahn eines infizierten Menschen aufnehmen. Das Coronavirus müsste sich dann in der Mücke vermehren, damit die Menge an Viren ausreicht, um beim nächsten Stich in den Gestochenen zu gelangen.

Wie kannst du dich vor dem Coronavirus schützen?

Es ist offen, wie viele Menschen sich im Laufe der Corona-Pandemie mit dem Coronavirus infizieren werden und über welchen Zeitraum dies geschehen wird.

In ganz Deutschland herrscht zum Schutz vor der weiteren Ausbreitung von Covid-19 eine Maskenpflicht. Was du beim Tragen von Corona-Schutzmasken beachten solltest und wie du sie richtig desinfizierst und reinigst, liest du unter Pflegetipps für Corona-Schutzmasken.

Das Bundesministerium für Gesundheit rät außerdem:

  • Bundesweite und landesweiten Regelungen unbedingt einzuhalten, um die weitere Ausbreitung der Infektion einzudämmen
  • Eineinhalb bis zwei Meter Abstand halten zu anderen Personen.
  • Berührungen wie Hände schütteln und Umarmungen zur Begrüßung vermeiden
  • Hände regelmäßig und gründlich mindestens 30 Sekunden lang mit Wasser und Seife waschen. Handhygiene und Handpflege in der Covid-19-Pandemie
  • Beim Husten oder Niesen wegdrehen, in die Armbeuge niesen und husten und dabei möglichst ein bis zwei Meter Abstand zu anderen Personen halten. Alternativ in ein Einmaltaschentuch niesen und dies sicher in geschlossenen Abfallbehältern entsorgen.
  • Sich nicht ins Gesicht fassen, um mögliche Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen
  • Haushaltsgegenstände wie Geschirr, Besteck und Wäsche nicht ungewaschen mit anderen teilen. Auch Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich gewaschen werden
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln auf die Abstandsregeln achten und einen Mund-Nasen-Schutz in Form von OP-Masken oder FFP2-Masken tragen. Wie sicher ist die Schutzwirkung von FFP2-Masken?
  • Die Bundesregierung hat Regeln aufgestellt für mehr Infektionsschutz am Arbeitsplatz: Das heißt, Arbeitgeber sollen die Arbeit im Home-Office ermöglichen. Dort, wo das nicht möglich ist, wurde grundsätzlich vorgegeben, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen auch bei der Arbeit einzuhalten ist. Und dies gilt in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen. Wenn Absperrungen, Markierungen, Trennwände oder Zugangsregelungen nicht möglich sind, sollen die Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für die Beschäftigten und auch für Kunden und Dienstleister zur Verfügung stellen. Außerdem sollen die Arbeitsabläufe in den Unternehmen so organisiert werden, dass Beschäftigte möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben. Dies soll für Pausen, Schichtwechsel oder Anwesenheit im Büro gelten. Und ganz wichtig für Arbeitnehmer: Niemals krank zur Arbeit gehen. Wer Symptome wie leichtes Fieber habe, solle den Arbeitsplatz verlassen oder zu Hause bleiben bis der Verdacht ärztlich aufgeklärt ist.

Wann auf SARS-CoV-2 testen?

Wer auf das Coronavirus getestet wird, entscheiden derzeit Kliniken und Hausärzte. Symptome wie Fieber, Halsschmerzen und Atembeschwerden allein reichen für einen SARS-CoV-2 Test nicht aus. Dafür musst du in den letzten 14 Tagen vor Ausbruch der möglichen Corona-Symptome Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person gehabt haben.

Aktuelle Covid-19- Fallzahlen weltweit findest du auf der Internetseite der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Über die Zahlen der Covid-19 Erkrankten in Deutschland stellt das Robert Koch-Institut täglich neue Informationen bereit.

Wie läuft der Coronavirus-Test ab?

Um das Coronavirus nachzuweisen, können laut Empfehlungen des Robert Koch-Instituts Abstriche aus Nase und Rachen genommen werden sowie aus dem Hustenauswurf. Die Probenentnahme kann nach telefonischer Absprache in einer Arztpraxis erfolgen, in Abstrichstellen oder auch in extra eingerichteten Corona-Zentren. Der Corona-Test selbst dauert nur wenige Minuten. Die Untersuchung der genommenen Proben im Labor dauert in der Regel ein bis zwei Tage. Daher müssen sich alle auf Corona-Getesteten gedulden, bis die Ergebnisse vorliegen und sie informiert werden. Auch hier gilt: Ruhe bewahren.

Coronavirus-Test negativ – was heißt das?

Solltest du vom zuständigen Gesundheitsamt zum Coronavirus-Test geschickt werden und bis das Testergebnis vorliegt vorsorglich in häuslicher Quarantäne verbleiben, wird bei negativem Coronavirus-Test die häusliche Quarantäne in der Regel wieder aufgehoben. Doch auch wenn du negativ auf SARS-CoV-2 getestet wurdest, solltest du die derzeit geltenden Vorsichts- und Schutzmaßnahmen weiterhin strikt einhalten.

Coronavirus-Test positiv – was passiert jetzt?

Wird Covid-19 im Labor nachgewiesen, können derzeit nur die Symptome behandelt werden. Eine einheitliche und spezifische Behandlung ist derzeit nicht möglich, da noch keine speziellen Medikamente gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen. Je nach Gesundheitszustand werden Covid-19-Infizierte in häuslicher Quarantäne oder in stationärer Unterbringung behandelt.

Da SARS-CoV2 hauptsächlich über Husten und Niesen übertragen wird, ist es zum Bruch der Infektionskette besonders wichtig, Infizierte und Verdachtsfälle zu isolieren. Je nach Verlauf und Schwere der Covid-19-Erkrankung erfolgt zur Therapie von Corona:

  • Gabe von Flüssigkeit
  • Zuführung von Sauerstoff bei Atemproblemen
  • Verabreichung von fiebersenkenden Mitteln
  • Verabreichung von Antibiotika bei bakteriellen Sekundärerkrankungen.

Die Wirksamkeit von verschiedenen antiviralen Medikamenten gegen das neuartige Coronavirus wird derzeit erprobt.

Was sind Corona-Antikörpertests?

SARS-CoV-2-Antikörper bilden sich etwa 14 Tage nach Krankheitsbeginn aus und lassen sich dann durch den Corona-Antikörpertest nachweisen. Der Corona-Antikörpertest zeigt, ob du eine Infektion durchgemacht hast und ob in deinem Blut nun Antikörper gegen das Coronavirus vorhanden sind. Für den Test wird dir Blut aus dem Ohrläppchen oder der Fingerkuppe entnommen.

Anders als die Abstriche während einer akuten Corona-Infektion sind die Antikörpertests laut Robert Koch-Institut nicht meldepflichtig.

Ein positiver Corona-Antikörpertest bedeutet, dass Antikörper in deinem Blut vorhanden sind, nicht aber wie lange du immun gegen eine erneute Covid-19-Infektion bist. Du solltest dich daher weiterhin an die bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln halten.

Schützt die Pneumokokken-Impfung vor Corona?

Es gibt Impfstoffe gegen Lungenentzündung wie den Pneumokokken-Impfstoff und den Haemophilus-Influenza-Typ-B-(Hib)-Impfstoff. Sie bieten laut WHO aber keinen Schutz vor dem neuen Coronavirus. Wann zur Hib-Impfung?

Denn SARS-CoV-2 ist ein Virus und Haemophilus influenzae Typ b sowie Pneumokokken sind Bakterien. All diese Erreger können zwar eine Lungenentzündung mit schwerem oder lebensgefährlichem Verlauf auslösen, doch die jeweiligen Impfungen können nur gegen die speziellen Erreger Schutz bieten.

Die Pneumokokken-Impfung kann ältere Menschen allerdings davor schützen, dass sie nach einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus auch noch mit dem bakteriellen Erreger einer Lungenentzündung infiziert werden. Ist das Lungengewebe durch eine Corona-Erkrankung geschädigt, besteht die Gefahr, dass es anfälliger für bakterielle Infektionen wird.

Wann und wann besser nicht zur Pneumokokken-Impfung?

Die beim Robert Koch-Institut ansässige Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Impfempfehlung zur Pneumokokken-Impfung angepasst. Demnach sollten Erwachsene gegen Pneumokokken geimpft werden, die

  • eine Immundefizienz haben, bei denen also das Immunsystem geschwächt ist oder
  • die mindestens 70 Jahre alt sind oder
  • die unter einer chronischen Atemwegserkrankung leiden.

Was passiert, wenn du unter Coronavirus-Quarantäne gestellt bist?

Wenn du dich mit dem Coronavirus infiziert hast, kann es bis zu zwei Wochen dauern, bis du erste Krankheits-Symptome zeigst. Deshalb müssen nicht nur die Erkrankten und positiv auf Corona Getestete in Quarantäne, sondern auch ihre Kontaktpersonen und sämtliche Verdachtsfälle bis deren Testergebnis vorliegt.

Das jeweils zuständige Gesundheitsamt ordnet die Quarantäne an. Es beurteilt die Lage und entscheidet, wie weiter verfahren wird. Wenn du aufgrund des Verdachts, dich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, unter Quarantäne gestellt wirst, bedeutet dies nicht automatisch, dass du in ein Isolationszimmer einer Klinik musst. Gerade bei Verdachtsfällen entscheidet das Gesundheitsamt häufig, Betroffene unter häusliche Quarantäne zu stellen.

Personen unter häuslicher Quarantäne werden vom Gesundheitsamt betreut und unterstützt. Allerdings müssen unter Corona-Quarantäne stehende Menschen auch selbst ihren Gesundheitszustand kontrollieren. Zweimal täglich sollte Fieber gemessen werden. Fieber richtig messen. In einer Art Tagebuch wird der Zustand protokolliert. Symptome, die Körpertemperatur, allgemeine Aktivitäten und Kontakte zu anderen Personen sollen hier aufgeschrieben werden.

Wenn du unter Quarantäne gestellt worden bist, greift das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Das Infektionsschutzgesetz sorgt in Deutschland dafür, dass für sechs Wochen nach Beginn des Verdienstausfalls das Gehalt weitergezahlt wird. Wenn die Quarantäne nach den sechs Wochen noch andauert, wird Krankengeld gezahlt.