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Diagnosekürzel

U99.0

Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht U99.0 für Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
Unter U00 bis U99 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Schlüsselnummern für besondere Zwecke zusammengefasst. Sie sollen ein schnelles Reagieren auf aktuelle Anforderungen ermöglichen und dürfen nur zusätzlich belegt werden, um einen anderenorts klassifizierten Zustand besonders zu kennzeichnen. Unter U99 werden nicht belegte und belegte Schlüsselnummern aufgeführt. U99.0 steht für Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2.

U99.0: Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2

SARS-CoV-2 ist das neuartige Coronavirus, was die schwere Atemwegserkrankung Covid-19 auslösen kann. 15 Fragen zu SARS-CoV-2 und zu Covid-19 

Das Diagnosekürzel U99.0! beschreibt einen Versorgungsanlass, bei dem eine Infektion mit SARS-CoV-2 abgeklärt wird. Spezielle Verfahren sind hierbei labordiagnostische Verfahren zum Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2.

Das Ausrufezeichen hinter U99.0 bedeutet in der deutschen Fassung der ICD-10 Klassifikation, dass dieser Verschlüsselungskode nicht alleine stehen darf, sondern immer zusammen mit dem Kode einer dadurch ausgelösten oder verursachenden Krankheit oder eines Symptoms verwendet werden soll.

Zum Nachweis des durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragenen Coronavirus SARS-CoV-2 kann ein Coronavirus-Test mittels Rachenabstrich durchgeführt werden. Ein Test auf SARSCoV-2, der durchgeführt wurde, obwohl kein begründeter Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus vorlag und der negativ ausfiel, kann mit U99.0 kodiert werden. In diesem Fall muss das Diagnosekürzel Z11 für Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten hinzugefügt werden. Das ist nötig, um diesen Fall abzugrenzen von der Kodierung U07.2 für Covid-19, Virus nicht nachgewiesen. Die Kodierung U07.2 steht für die schwere Atemwegserkrankung Covid-19. Hierbei besteht zwar der Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 als Verursacher, doch der Corona-Test zeigt ein negatives Ergebnis.

Weitere Infos zu ICD-10 U07.2

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U07.1

Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht U07.1 für die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste und durch Labortest nachgewiesene Erkrankung COVID-19
Unter U00 bis U49 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Vorläufige Zuordnungen für Krankheiten mit unklarer Ätiologie (Entstehungsursache) und nicht belegte Schlüsselnummern zusammengefasst. U07.1 ist das Diagnosekürzel für die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung COVID-19, bei der das Virus SARS-CoV-2 durch Labortest nachgewiesen wurde.

U07.1: COVID-19, Virus SARS-CoV-2 durch Labortest nachgewiesen

COVID-19 oder Covid-19 ist die Abkürzung für coronavirus disease 2019, der durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelösten meldepflichtigen schweren Atemwegserkrankung.

Covid-19 verursacht Symptome wie:

  • Fieber. Ab welcher Temperatur beginnt Fieber?
  • Geruchs- und Geschmacksverlust
  • Trockener Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Erschöpfung
  • Seltener: Halsschmerzen, laufende Nase, Niesen, Durchfall
  • In schweren Fällen: Pneumonie (Lungenentzündung), Lungenversagen

Lies weitere Infos zu Symptomen und Therapie von Covid-19 und SARS-CoV-2 sowie zu Schutzmaßnahmen angesichts der Covid-19-Pandemie.

Im deutschen ICD-10 Diagnoseschlüssel (ICD-10-GM) wird hinter U07.1 noch ein Ausrufezeichen gesetzt: Der Diagnosecode für Covid-19 mit durch Labortests nachgewiesenem SARS-CoV-2 Virus lautet also U07.1! Bei Ausrufezeichenkodes handelt es sich um sogenannte Zusatzkodes. Das heißt, dass sie eine ergänzende Information enthalten und mit mindestens einem weiteren ICD-10 Diagnosekürzel kombiniert werden müssen. Das Ausrufezeichen gehört lediglich zur Bezeichnung des Kodes, es wird bei der Kodierung auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht angegeben.

Für Covid-19-Fälle, bei denen SARS-CoV-2 nicht durch Labortests nachgewiesen sondern klinisch epidemiologisch  bestätigt wurde, lautet der Diagnosecode U07.02! Klinisch-epidemiologisch bedeutet, dass sich eine akute Erkrankung mit all ihren typischen Symptomen zeigt, ohne dass ein Labornachweis dafür vorliegt. Die Häufigkeit und Verbreitung der vermuteten Erkrankung in der Bevölkerung legt aber nahe, dass es sich um die Erkrankung handelt, die zum klinischen Bild passt. Fallkonstellationen und weitere Infos zum Diagnosekürzel U07.2

Das Diagnosekürzel U07.1 darf nicht alleine stehen, sondern immer zusammen mit dem Kode einer dadurch ausgelösten oder verursachenden Krankheit oder eines Symptoms (siehe nachfolgende Fallbeispiele, Quelle: Kassenärztlicher Vereinigung):

  • Akute Erkältungskrankheit bzw. akute Erkältungssymptome im Zusammenhang mit Covid-19. Gegebenenfalls mit Veranlassung eines Labortests auf Covid-19.

Hier werden die Erkrankung bzw. die Symptome verschlüsselt und zusätzlich der Kode U07.1 angegeben. Ob es sich um einen Verdachtsfall oder um eine gesicherte Infektion mit Covid-19 handelt, kann über das Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit angegeben werden. G steht für Gesicherte Diagnose und V für Verdachtsdiagnose.

Fallbeispiel: Wenn du Fieber und trockenen Husten hast und dich in den letzten 14 Tagen vor Symptombeginn in einem Gebiet aufgehalten hast, in dem besonders viele Fälle von Covid-19 auftraten, wird dein Arzt einen Covid-Labortest veranlassen. Bis zum Ergebnis würden auf deiner Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) folgende Diagnosekürzel stehen: J06.9 G Das heißt: Gesicherte Diagnose für Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet. Lies mehr zum ICD-10 Diagnosekürzel J06.
U07.1 V Das heißt: Verdachtsdignose COVID-19

Wurde durch den Labortest eine Covid-19-Erkrankung nachgewiesen, stehen auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung die Diagnosekürzel:
J06.9 G Das heißt: Gesicherte Diagnose für Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet. Lies mehr zum ICD-10 Diagnosekürzel J06.
U07.1 G Das heißt: Gesicherte Diagnose für COVID-19

  • Krankheitszeichen wie trockener Husten und/oder Fieber und Kontakt zu einer nachgewiesen an Covid-19 erkrankten Person oder Kontakt zu einem Covid-19-Verdachtsfall.

Hier wird auf deiner Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zusätzlich zu Erkrankung oder Symptomen, dem Covid-19-Kode und dem Kürzel für die Diagnosesicherung noch die Kontaktsituation verschlüsselt:
J06.9 G  Das heißt: Gesicherte Diagnose für Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet. Lies mehr zum ICD-10 Diagnosekürzel J06.
Z20.8 G Das heißt: Gesicherte Diagnose für Kontakt mit und Exposition gegenüber sonstigen übertragbaren Krankheiten
U07.1 V oder U07.1 G Das heißt: Verdachtsdiagnose COVID-19 oder gesicherte Diagnose COVID-19.

Weitere Fallkonstellationen im Zusammenhang mit SARS-CoV-2/Covid-19 findest du unter dem ICD-10 Diagnosekürzel U07.2.