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FA Viszeralchirurgie

Der Facharzt für Viszeralchirurgie, kurz Viszeralchirurg und umgangssprachlich Bauchchirurg, befasst sich mit Diagnose und operativer Behandlung von Organen, Drüsen und Geweben des Bauchraumes. Du kannst ihn aufsuchen bei Gewebebrüchen (Hernien), einer Bauchfellentzündung, aber auch wenn eine Operation der Schilddrüse notwendig ist.

Ein Tisch mit medizinischen Instrumenten bei einer Operation im Bauchraum durch Viszeralchirurgen.
Ein Facharzt für Viszeralchirurgie, kurz Viszeralchirurg und umgangssprachlich Bauchchirurg, ist ein auf einfache und besonders komplexe Eingriffe im Bauchraum spezialisierter Chirurg.

Was ist ein Facharzt für Viszeralchirurgie?

In der Viszeralchirurgie werden Verletzungen oder Erkrankungen innerer Organe im Bauchraum von Fachärzten für Viszeralchirurgie diagnostiziert und operiert. Die Aufgabengebiete des Facharztes für Viszeralchirurgie können sich beim Bauchraum mit denen des Facharztes für Allgemeinchirurgie (FA Allgemeine Chirurgie/FA Allgemeinchirurgie) überschneiden.

Allgemeinchirurgen und Viszeralchirurgen versorgen nicht nur alle Organe des Verdauungstraktes von der Speiseröhre über den Magen, den Dünn- und Dickdarm bis zum Enddarm. Viszeralchirurgen nehmen auch Eingriffe an Leber, Galle, Pankreas und Milz vor. Häufige Einsatzfelder des Facharztes für Viszeralchirurgie sind Bruch-OPs (Herniotomien, also Operationen zur Korrektur oder Entfernung eines Gewebebruchs). Ebenso werden Darmoperationen wie etwa eine Appendektomie (Entfernung des Wurmfortsatzes am Blinddarm) von Viszeralchirurgen durchgeführt.

Ausbildung zum Facharzt für Viszeralchirurgie

Um Facharzt für Viszeralchirurgie zu werden folgt nach abgeschlossenem Medizinstudium und der Zulassung zur Ausübung des ärztlichen Berufes (Approbation) eine 72-monatige Weiterbildung. Davon entfallen 24 Monate auf eine Basisweiterbildung auf dem Gebiet der Chirurgie und 48 Monate auf die Weiterbildung zum Facharzt für Viszeralchirurgie.

Sollen auf dem Gebiet der Chirurgie zwei Facharztkompetenzen erworben werden (z.B. Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie), so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens neun Jahre.

Wo arbeitet ein Viszeralchirurg?

Fachärzte für Viszeralchirurgie arbeiten in der Regel in Krankenhäusern, Hochschulkliniken, medizinischen Hochschulen oder Facharztpraxen.

Wann gehst du zum Bauchchirurg?

Du wirst an einen Facharzt für Viszeralchirurgie überwiesen, wenn aus Diagnosegründen eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) nötig wird. Das kann bei Veränderungen und Entzündungen im Bauchraum nötig werden. Der Viszeralchirurg diagnostiziert und behandelt beispielsweise eine Blinddarmentzündung, Blinddarm-Entfernung, Hernien (Gewebebrüche), Nabelbruch, Bauchfellentzündung.

Der Facharzt für Viszeralchirurgie nimmt minimalinvasive (Schlüssellochchirurgie) und endoskopische operative Eingriffe am Verdauungsapparat vor, zum Beispiel an Magen, Dünn­ und Dickdarm oder Leber. Außerdem behandelt der Bauchchirurg operativ hormonbildende Drüsen wie die Schilddrüse, Nebenniere oder Bauchspeicheldrüse. Operationen bei Krebserkrankungen der genannten Organe und Drüsen gehören ebenfalls zu den Aufgaben des Facharztes für Viszeralchirurgie.

Untersuchungen beim Facharzt für Viszeralchirurgie

Beim Facharzt für Viszeralchirurgie kommen neben Sonografie (Ultraschalluntersuchungen) und Röntgenaufnehmen auch endoskopische (z. B. bei der Darmspiegelung) und laparoskopische Verfahren (z. B. bei der Bauchspiegelung) zum Einsatz. Oft schließt sich an die diagnostischen Verfahren eine minimalinvasive Operation an, also eine OP ohne Eröffnung des Bauchraumes. Aber auch Operationen mit Eröffnung des Bauchraumes können beispielsweise bei Krebserkrankungen nötig werden.

Wann zur Bauchspiegelung?

Ablauf einer Darmspiegelung

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