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Impfungen

Riegelungsimpfung

Riegelungsimpfungen werden bei Personen ohne entsprechenden Impfschutz eingesetzt, in deren Umfeld eine Erkrankung aufgetreten ist gegen die es eine Impfung gibt. Ein Beispiel für Riegelungsimpfungen sind Masern-Ausbrüche in Kindertagesstätten.

Arzt zieht im Rahmen einer Riegelungsimpfung den Impfstoff gegen Masern auf.
Eine Riegelungsimpfung gegen Infektionserreger wie beispielsweise das Masernvirus soll helfen, den Ausbruch einer Erkrankung oder deren weitere Verbreitung (Epidemie) zu verhindern.

Riegelungsimpfung: Was ist das?

Riegelungsimpfungen werden durchgeführt, um eine weitere Ausbreitung (Epidemie) oder den Ausbruch einer Erkrankung in einer Region oder einem Personenkreis zu begrenzen. Der Erkrankung wird also im wahrsten Sinne des Wortes ein Riegel vorgeschoben.

Eingesetzt werden Riegelungsimpfungen bei Personen ohne entsprechenden Impfschutz, in deren Umfeld eine Erkrankung aufgetreten ist, die mit einer Impfung hätte verhindert werden können. Das ist ein Bestandteil der sogenannten Postexpositionsprophylaxe.

Eine Postexpositionsprophylaxe beschreibt Maßnahmen wie zum Beispiel eine Riegelungsimpfung oder die Einnahme eines Medikaments nach Kontakt zu einer Infektionserkrankung oder ansteckenden Person. Diese Maßnahmen sollen einen Krankheitsausbruch verhindern oder den Krankheitsverlauf abmildern.

Die Riegelungsimpfung wird beispielsweise bei Masern-Ausbrüchen eingesetzt.

Vorteile der Riegelungsimpfung

Ganz besondere Bedeutung hat die Riegelungsimpfung für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können und daher keinen Impfschutz haben. Diese Personen sind darauf angewiesen, dass Menschen in ihrem Umfeld geimpft sind und somit keine potenzielle Ansteckungsquelle für sie darstellen.

Ungeimpfte können beispielsweise Schwangere, Babys oder Personen mit chronischen Erkrankungen, die keine Impfung erhalten können, mit den Infektionskrankheiten anstecken. Sind viele Menschen immun gegen eine Erkrankung, können sich Erreger nicht weiter ausbreiten und die Infektionsgefahr sinkt für Personen, die sich nicht impfen lassen können.

Den Zustand, dass sich ein Krankheitserreger innerhalb der Bevölkerung nicht weiter ausbreiten kann, weil viele Personen aufgrund einer Impfung immun sind, wird als Herdenimmunität bezeichnet.

Treten beispielsweise Masern in einer Kindertagesstätte auf, kann eine Riegelungsimpfung bei den ungeimpften, aber noch nicht infizierten Kindern und Mitarbeitern durchgeführt werden. Sie führt zur Ausbildung eines Impfschutzes gegen den Krankheitserreger. Auch neugeborene Geschwister oder schwangere Verwandte, die aufgrund ihres Alters oder der Schwangerschaft nicht geimpft werden, können somit vor den Masern geschützt werden. Denn deren Kontaktperson kann aufgrund der Riegelungsimpfung nicht mehr als Überträger der Erkrankung fungieren.

Bei bereits infizierten Personen kann die Riegelungsimpfung dem Organismus aber auch helfen. Und zwar schneller effektive Abwehrmechanismen, sogenannte Antikörper, gegen die Krankheitserreger zu bilden. So kann die Schwere des Krankheitsverlaufs positiv beeinflusst werden.

 

 

 

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