Author: guckenbiehl

  • B16

    Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht B16 für akute Virushepatitis B
    Unter B15-B19 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Arten der Virushepatitis zusammengefasst. B16 steht für akute Virushepatitis B. Das ist eine akute Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis B-Virus hervorgerufen wird.

    B16: Akute Virushepatitis B

    Der medizinische Fachausdruck für die Leber lautet Hepar. Eine Leberentzündung wird Hepatitis genannt. Leberentzündungen können durch Viren ausgelöst werden. Typische Auslöser von Leberentzündungen sind die Hepatitis-Viren. Sie werden entsprechend ihrer Krankheitsbilder Hepatitis A-, Hepatitis B-, Hepatitis C-, Hepatitis D- und Hepatitis E-Virus genannt.

    Bei einer Leberentzündung können ein grippeähnliches Anfangsstadium mit Magen-Darm-Problemen, eine anschließende Gelbfärbung der Haut (Ikterus), eine juckende Haut, eine Lebervergrößerung, eine braune Verfärbung des Urins oder eine helle Entfärbung des Stuhlgangs auftreten.

    Die akute Virushepatitis B wird durch das Hepatitis B-Virus (HBV) ausgelöst. Eine Infektion mit dem Hepatitis B-Virus kann über direkten Blutkontakt, Speichel, Tränenflüssigkeit oder andere Körper-Sekrete übertragen werden.

    Lies mehr zu verschiedenen Hepatitis-Arten und zur Hepatitis B-Impfung.

    B16.0 Akute Virushepatitis B mit Delta-Virus (Begleitinfektion) und mit Coma hepaticum

    Was eine Virushepatitis B ist, kannst du unter B16 nachlesen.

    Bist du mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) infiziert, kann es passieren, dass du dich auch noch mit dem Hepatitis D-Virus, dem Delta-Virus (HDV), ansteckst. Das Delta-Virus kann ausschließlich Personen „befallen“, die bereits mit Hepatitis B infiziert sind. Eine alleinige Hepatitis D-Infektion ist nicht möglich. Die Infektion mit dem Hepatitis D-Virus ist sozusagen eine Komplikation der Leberentzündung und führt zu einem schwereren Verlauf und einem höheren Risiko für eine chronische Leberentzündung.

    Mehr zum Delta-Virus findest du unter B17.0.

    Coma hepaticum bedeutet Leber-Koma. Bei einer Leberentzündung kann das Organ seinen Aufgaben zum Teil unzureichend oder gar nicht mehr nachgehen. Eine Funktion der Leber ist der Ab- und Umbau von Aminosäuren zu Harnstoff. Aminosäuren sind die Bausteine für Eiweiße (Proteine). Beim Eiweiß-Abbau im Körper werden Aminosäuren frei. Diese Aminosäuren werden von der Leber abgebaut, sofern sie nicht weiter verwertet werden können. Im Abbau entstehen Stoffwechselprodukte wie Ammoniak. Ammoniak ist schädlich für viele Zellen deines Körpers. Eine gesunde Leber kann das giftige Ammoniak in Harnstoff-Teilchen einbauen. Harnstoff kann somit mit dem Urin ausgeschieden werden und damit das giftige Ammoniak ausgeschleust werden. Bei einer Leberfunktionsstörung sammelt sich Ammoniak an. Die giftige Wirkung des Ammoniaks auf die Zellen, insbesondere die Zellen des Gehirns, und die daraus resultierende Störung der Botenstoff-Produktion im Gehirn kann zu einer Gehirnschädigung führen. Infolge der Gehirnschädigung kann das Coma hepaticum, das Leber-Koma, entstehen.

    B16.1 Akute Virushepatitis B mit Delta-Virus (Begleitinfektion) ohne Coma hepaticum

    Was eine Hepatitis ist, findest du unter B16. Erläuterungen zur Virushepatitis B und zum Delta-Virus sowie zum Coma hepaticum kannst du unter B16.0 nachlesen.

    B16.2 Akute Virushepatitis B ohne Delta-Virus mit Coma hepaticum

    Die akute Leberentzündung durch das Hepatitis B-Virus kann alleine oder in Kombination mit einer Entzündung durch das Hepatitis D-Virus, das Delta-Virus, vorkommen. Was eine Hepatitis ist, ist unter B16 beschrieben.

    Wie es zum Coma hepaticum kommt und was das ist, ist unter B16.0 erklärt.

    B16.9 Akute Virushepatitis B ohne Delta-Virus und ohne Coma hepaticum

    Inkl.: Akute Hepatitis B (viral) o. n. A.

    Erklärungen zur Virushepatitis B kannst du unter B16, Erklärungen zum Coma hepaticum unter B16.0 erhalten.

  • B15

    Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht B15 für akute Virushepatitis A
    Unter B15-B19 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 verschiedene Arten der Virushepatitis zusammengefasst. B15 steht für akute Virushepatitis A. Das ist eine akute Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis A-Virus ausgelöst wird.

    B15: Akute Virushepatitis A

    Eine Hepatitis ist eine Leberentzündung. Leberentzündungen können durch verschiedene Viren verursacht werden: Die Krankheitserreger, die vorrangig Leberentzündungen auslösen, werden Hepatitis A-, Hepatitis B-, Hepatitis C-, Hepatitis D- und Hepatitis E-Virus genannt.

    Eine Leberentzündung kann mit grippeähnlichen Symptomen oder Magen-Darm-Problemen beginnen. Im weiteren Verlauf können weitere Beschwerden wie die typische Gelbfärbung der Haut (Ikterus), Juckreiz (Pruritus), Appetitlosigkeit, eine Lebervergrößerung und Braunfärbung des Urins oder eine helle Entfärbung des Stuhlgangs hinzukommen. Leberentzündungen können bis zum lebensbedrohlichen Leberversagen führen.

    Eine Virushepatitis kann je nach auslösendem Krankheitserreger manchmal chronisch verlaufen. Das bedeutet, die Entzündung heilt nicht innerhalb von maximal sechs Monaten aus. Viel mehr verbleiben die Viren in der Leber und rufen eine dauerhafte Entzündung und Schädigung der Leber hervor.

    Die akute Virushepatitis A wird auch als Hepatitis infectiosa oder Hepatitis epidemica bezeichnet.  Hepatitis A-Viren können beispielsweise auf Reisen über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen werden. Gegen das Hepatitis A-Virus kannst du dich impfen lassen.

    Wann zur Hepatitis A-Impfung?

    B15.0 Virushepatitis A mit Coma hepaticum

    Was eine Hepatitis, kannst du unter B15 nachlesen.

    Ist die Leber entzündet, kann sie ihren Organfunktionen oftmals nur schlecht oder gar nicht mehr nachgehen. Neben den Funktionen der Leber im Kohlenhydrat-Stoffwechsel und der Entgiftung, übernimmt die Leber auch im Stoffwechsel der Aminosäuren eine wichtige Rolle.

    Aminosäuren sind die Bausteine, aus denen Eiweiße (Proteine) bestehen. Beim Abbau oder Umbau von Eiweißen fallen Aminosäuren an. Während der Stoffwechselvorgänge entstehen Stoffwechselprodukte wie Ammoniak, die vom Körper zum Teil nicht weiter verwendet werden können. Eine intakte Leber wandelt das giftige Zwischenprodukt Ammoniak zu harmlosem Harnstoff um und sorgt so dafür, dass es mit dem Urin ausgeschieden werden kann. Ammoniak ist giftig für die Zellen, insbesondere für die Zellen des Gehirns.

    Ist die Leber stark geschädigt und kann ihrer Funktion nicht nachgehen, sammelt sich Ammoniak an. Das giftige Ammoniak und die Störung im Aminosäure-Stoffwechsel, der auch für die Botenstoffe im Gehirn wichtig ist, können so Auslöser einer Gehirnschädigung durch Lebererkrankungen sein. Infolge dessen kann das sogenannte Coma hepaticum, das Leber-Koma, auftreten.

    B15.9 Virushepatitis A ohne Coma hepaticum

    Inkl.: Hepatitis A, akut durch Viren o. n. A.

    Was eine Virushepatitis ist, kannst du unter B15 nachlesen. Erklärungen zum Coma hepaticum findest du unter B15.0.

  • B48

    Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht B48 für sonstige Mykosen, die anderenorts nicht klassifiziert sind
    Unter B35-B49 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Mykosen (durch Pilze verursachte Erkrankungen) zusammengefasst. B48 steht für Pilz-Erkrankungen, die anderenorts nicht klassifiziert sind.

    B48: Sonstige Mykosen, anderenorts nicht klassifiziert

    Der Begriff Mykose wird in der Medizin verwendet, um Erkrankungen zu beschreiben, die durch Pilz-Infektionen ausgelöst werden.

    B48.0 Lobomykose

    Was eine Mykose ist, kannst du unter B48 erfahren. Die Lobomykose wird auch Keloid-Blastomykose genannt. Diese Pilz-Infektion betrifft die Haut und das Unterhautgewebe. Bei der Lobomykose kommt es zur Bildung von Geschwüren und Knoten, die an Keloid erinnern. Keloid ist die Bezeichnung für überschüssiges Narbengewebe, auch Wulstnarbe genannt. Auslöser der Lobomykose ist der Pilz Loboa loboi oder Lacazia loboi. Die Erkrankung ist selten in Europa, kommt aber häufiger in den Tropen Südamerikas vor.

    B48.1 Rhinosporidiose

    Die Rhinosporidiose ist in Europa selten und kommt in tropischen und subtropischen Regionen vor. Rhinosporidiose wird durch eine Infektion mit dem Krankheitserreger Rhinosporidium seeberi ausgelöst. Es kommt zur Entzündung der Schleimhäute in Nase, Rachen, im Genital- und Analbereich sowie zur Entzündung der Bindehäute (Konjunktivitis). Erfahre mehr zu Ursachen und Therapie der Bindehautentzündung.

    B48.2 Allescheriose

    Inkl.: Infektion durch Pseudallescheria boydii
    Infektion durch Scedosporium

    Exkl.: Madurafuß B47.0

    Eine Allescheriose ist eine Pilz-Infektion (Mykose) durch Pilze der Gattung Allescheria, auch Pseudallescheria genannt.

    Pseudallescheria boydii und Scedosporium gehören zur Gruppe der Schimmelpilze. Zum Krankheitserreger können sie werden, wenn sie durch eine Verletzung in die Haut oder beim Einatmen in die Lunge gelangen. Gelangen sie in die Haut, können sie Auslöser eines Eumyzetoms, siehe B47.0 sein oder eines Pilztumors an der Eintrittsstelle. In der Lunge können sie eine Lungenentzündung hervorrufen. Die Erkrankung tritt in der Regel nur bei Personen mit geschwächter Abwehr auf.

    B48.3 Geotrichose

    Inkl.: Stomatitis durch Geotricha

    Die Geotrichose wird durch den Schimmelpilz Geotrichum candidum ausgelöst. Geotrichum candidum wird auch als Milchschimmel bezeichnet, denn der Pilz kommt auf Milchprodukten vor. Doch auch in der sonstigen Umwelt ist der Pilz verbreitet. Infektionen betreffen in der Regel Personen mit geschwächter Abwehr. Eine Infektion kann sich zum Beispiel als Haut-Mykose, Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis) oder Lungenentzündung äußern.

    B48.4 Penizilliose

    Penizilliosen sind durch Pilze der Gattung Penicillium hervorgerufene Erkrankungen. Penocillium-Pilze gehören zu den Schimmelpilzen und werden in der Industrie zur Käseherstellung verwendet. Sie können in bestimmten Fällen allergische Erkrankungen oder Organerkrankungen hervorrufen.

    B48.5 Pneumozystose

    Inkl.: Plasmazelluläre interstitielle Pneumonie
    Pneumonie durch Pneumocystis carinii
    Pneumonie durch Pneumocystis jirovecii

    Unter einer Pneumozystose wird eine Erkrankung durch den Pilz Pneumocystis jirovecii (früher: Pneumocystis carinii) verstanden. Die Pneumozystose gehört zu den sogenannten opportunistischen Infektionen. Das bedeutet, diese Erkrankung tritt in der Regel nur bei einer schweren Grunderkrankung oder bei Immunschwäche auf. Oftmals zeigt sich die Infektion in Form einer Lungenentzündung (Pneumonie). Typisch ist die Pneumozystose als Hinweis auf eine bestehende Infektion mit dem HI-Virus (HIV, Humanes Immundefizienz-Virus).

    Eine interstitielle Pneumonie ist eine Lungenentzündung, die vorwiegend das Lungengerüst befällt. Mögliche Krankheitszeichen sind Fieber, Atemnot (Dyspnoe), trockener Husten und ein geschwächtes Allgemeinbefinden.

    B48.7 Mykosen durch opportunistisch-pathogene Pilze

    Mykosen sind Erkrankungen, die durch Pilze ausgelöst werden. Opportunistisch-pathogene Pilze sind Pilze, die beim Gesunden in der Regel keine Erkrankungen auslösen. Sie können allerdings bei Personen mit schweren Grunderkrankungen oder einer Abwehrschwäche zu Krankheitserregern werden.

    B48.8 Sonstige näher bezeichnete Mykosen

    Inkl.: Adiaspiromykose

    Was eine Mykose ist, findest du unter B48.

    Die Adiaspiromykose wird durch die Pilze Emmonia crescens und Emmonia parva ausgelöst. Die  Pilzerkrankung äußert sich als Lungenentzündung, kann von Nagetieren auf den Menschen übertragen werden und betrifft in der Regel nur immungeschwächte Personen.

  • B46

    Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht B46 für Zygomykose
    Unter B35-B49 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Mykosen (durch Pilze verursachte Erkrankungen) zusammengefasst. B46 steht für Zygomykose.

    B46: Zygomykose

    Eine Mykose ist eine Erkrankung, die durch eine Infektion mit Pilzen ausgelöst wird. Eine Mykose durch Pilze der Gruppe der Zygomyzeten wird Zygomykose genannt.

    Zur Gruppe der Zygomyzeten zählen verschiedene Pilz-Arten, wie auch die Arten der Mucorales-Pilze. Lösen diese eine Zygomykose aus, wird die Erkrankung oft als Mukormykose bezeichnet. Zum Teil werden die Begrifflichkeiten Zygomykose und Mukormykose synonym verwendet.

    Pilze aus der Gruppe der Zygomyzeten kommen in der Umwelt häufig vor. Zu finden sind sie beispielsweise in Erde oder an Pflanzen. Infektionen mit Zygomyzeten sind selten. Das Einatmen Sporenhaltiger (Sporen sind Überdauerungs- und Vermehrungsformen der Pilze) Stäube oder das Eindringen der Pilze über Wunden kann zur Infektion vorwiegend bei abwehrgeschwächten Personen oder chronisch erkrankten Personen führen.

    B46.0 Mukormykose der Lunge

    Was eine Mukormykose ist, findest du unter B46.

    Werden die Pilz-Sporen (Überdauerungs- und Vermehrungsformen) eingeatmet, können sie Entzündungen der Atemwege hervorrufen. In der Lunge können sie außerdem zur Gefäßverschlüssen führen. Symptome eines Lungenbefalls können Atemnot (Dyspnoe), Brustschmerzen und Bluthusten (Hämoptysen) sein.

    B46.1 Rhinozerebrale Mukormykose

    Lies unter B46, was eine Mukormykose ist.

    Rhinozerebral bedeutet die Nase und das Gehirn betreffend. Von den Nasenschleimhäuten aus können die Pilze aus der Gruppe der Zygomyzeten auch in das Gehirn gelangen und eine Pilz-Infektion des Gehirns auslösen. Beschwerden wie Fieber, Schmerzen im Bereich der Augenhöhle und Nasenhöhle sowie Sehstörungen können auftreten. Die Verlaufsform kann tödlich enden, da sich die Pilze rasch ausbreiten und durch ihr Wachstum auch Knochen und Gehirngewebe zerstören können.

    B46.2 Mukormykose des Magen-Darm-Trakts

    Eine Erklärung zur Mukormykose findest du unter B46. Der Befall des Magen-Darm-Trakts durch Pilze aus der Gruppe der Zygomyzeten ist selten.

    B46.3 Mukormykose der Haut

    Inkl.: Mukormykose der Unterhaut

    Informationen zur Mukormykose kannst du unter B46 erhalten. Ein Befall der Haut und Unterhaut durch Pilze aus der Gruppe der Zygomyzeten ist selten.

    B46.4 Disseminierte Mukormykose

    Inkl.: Generalisierte Mukormykose

    Unter B46 kannst du nachlesen, was Mukormykose bedeutet.

    Bei einer disseminierten oder generalisierten Mukormykose haben sich die Pilz-Erreger über das Blut auf den Körper und andere Organe ausgebreitet. Disseminiert bedeutet so viel wie verstreut oder ausgesät.

    B46.5 Mukormykose, nicht näher bezeichnet

    Was eine Mukormykose ist, kannst du unter B46 erfahren.

    B46.8 Sonstige Formen der Zygomykose

    Inkl.: Entomophthoramykose

    Lies unter B46, was eine Zygomykose ist.

    Eine Entomophthoramykose ist eine Pilz-Infektion durch eine bestimmte Pilz-Art, die zur Gruppe der Zygomyzeten (siehe B46) gehört. Die Entomophthoromykose wird auch subkutane Zygomykose genannt, da sie das Unterhautgewebe (Subkutis) betrifft.

    B46.9 Zygomykose, nicht näher bezeichnet

    Inkl.: Phykomykose o. n. A.

    Unter B46 kannst du erfahren, was eine Zygomykose ist.

    Eine Phykomykose ist eine andere Bezeichnung für die Mukormykose. Der Begriff „Phykomykose“ lehnt sich an eine Art der biologischen Gliederung der verschiedenen Pilz-Arten an.

  • B42

    Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht B42 für Sporotrichose
    Unter B35-B49 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Mykosen (durch Pilze verursachte Erkrankungen) zusammengefasst. B42 steht für Sporotrichose.

    B42: Sporotrichose

    Die Sporotrichose wird auch Sporothrix-Mykose, Schenk-Krankheit oder Rosengärtner-Krankheit genannt. Ausgelöst wird die Sporotrichose durch den Pilz Sporothrix schenckii. Eine Erkrankung durch eine Infektion mit Pilzen wird Mykose genannt.

    Der Erreger der Sporotrichose ist weltweit verbreitet und kann sowohl Menschen als auch Tiere befallen. Durch Stichverletzungen zum Beispiel mit Holzsplittern oder Dornen gelangt der Pilz in tiefe Hautschichten und kann das Lymphsystem und selten den gesamten Körper befallen.

    B42.0 Sporotrichose der Lunge

    Was du dir unter einer Sporotrichose vorstellen kannst, liest du unter B42. Ein Lungenbefall ist bei der Sporotrichose vergleichbar selten.

    B42.1 Lymphokutane Sporotrichose

    Erfahre unter B42, was eine Sporotrichose ist.

    Lymphokutan bedeutet das Lymphsystem und die Haut (Cutis) betreffend. Diese Form der Sporotrichose entwickelt sich durch Verbreitung der Erreger entlang der Lymphgefäße. Infolge der Infektion bilden sich kleine Knoten im Unterhautfettgewebe aus, die sich zu Geschwüren entwickeln können. Die Geschwüre können sich sekundär durch Bakterienbefall entzünden.

    B42.7 Disseminierte Sporotrichose

    Inkl.: Generalisierte Sporotrichose

    Unter B42 findest du eine Erklärung zur Erkrankung Sporotrichose.

    Breitet sich die Sporotrichose aus, kann sie zu einer disseminierten oder generalisierten Erkrankung werden. Eine disseminierte Sporotrichose zeichnet sich dadurch aus, dass die Krankheitserreger bereits auf andere Organe übergegangen sind beziehungsweise sich dort ausgebreitet haben. Eine disseminierte Erkrankung betrifft also nicht mehr nur ein, sondern mehrere Organsysteme. Eine disseminierte Sporotrichose ist eine seltene Verlaufsform.

    Eine generalisierte Sporotrichose betrifft den gesamten Organismus beziehungsweise mehrere Organsysteme.

    B42.8 Sonstige Formen der Sporotrichose

    Was eine Sporotrichose ist, kannst du unter B42 nachlesen.

    B42.9 Sporotrichose, nicht näher bezeichnet

    Unter B42 findest du Informationen zur Sporotrichose.

  • B49

    Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht B49 für nicht näher bezeichnete Mykose
    Unter B35-B49 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Mykosen (durch Pilze verursachte Erkrankungen) zusammengefasst. B49 steht für nicht näher bezeichnete Mykose.

    B49: Nicht näher bezeichnete Mykose

    Inkl.: Fungämie o. n. A.

    Eine Mykose ist eine Erkrankung, die durch Pilze hervorgerufen wird.

    Als Fungämie wird das Vorkommen von Pilzen im Blut im Sinne einer (drohenden) Blutvergiftung bezeichnet.

  • B47

    Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht B47 für Myzetom. Das ist eine chronische Infektion der Haut und des Unterhautgewebes durch Pilze und pilzartige Erreger
    Unter B35-B49 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Mykosen (durch Pilze verursachte Erkrankungen) zusammengefasst. B47 steht für Myzetom. Das ist eine chronische Infektion der Haut und des Unterhautgewebes.

    B47: Myzetom

    Als Myzetom wird eine chronische Infektion der Haut und des Unterhautgewebes verstanden, bei der es zur Bildung von zum Teil sehr großen Geschwülsten kommt. Als Auslöser kommen verschiedene Pilze oder pilzartige Bakterien in Betracht. Die Erkrankung kommt besonders in Indien und Südamerika vor.

    Ist der Fuß von einem Myzetom betroffen, wird die Erkrankung auch als Madurafuß bezeichnet.

    B47.0 Eumyzetom

    Inkl.: Madurafuß, mykotisch
    Maduramykose

    Was ein Myzetom ist, kannst du unter B47 nachlesen.

    Ein Eumyzetom ist eine Art des Myzetoms und wird häufig durch Schimmelpilze ausgelöst. Betriff die Erkrankung einen Fuß, wird die Bezeichnung Madurafuß verwendet. Mykotisch bedeutet durch Pilze hervorgerufen. Eine Mykose ist eine Pilz-Infektion.

    B47.1 Aktinomyzetom

    Unter B47 findest du eine Erklärung zum Myzetom.

    Ein Aktinomyzetom wird durch pilzartige Bakterien, zum Beispiel durch Aktinomyceten, Nocardia-Arten oder Streptomyces ausgelöst.

    B47.9 Myzetom, nicht näher bezeichnet

    Inkl.: Madurafuß o. n. A.

    Was ein Myzetom und ein Madurafuß sind, kannst du unter B47 nachlesen.

  • B44

    Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht B44 für Aspergillose. Das sind durch Schimmelpilze verursachte Erkrankungen
    Unter B35-B49 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Mykosen (durch Pilze verursachte Erkrankungen) zusammengefasst. B44 steht für Aspergillose. Das sind durch Schimmelpilze der Gattung Aspergillus verursachte Erkrankungen.

    B44: Aspergillose

    Inkl.: Aspergillom

    Eine Aspergillose ist eine Erkrankung, die durch Pilze der Gattung Aspergillus ausgelöst wird. Aspergillus gehört zu den Schimmelpilzen. Die Pilz-Sporen (Vermehrungs- und Überdauerungsformen) der Aspergillus-Arten kommen überall in der Umwelt vor und sind häufig Teil der Umgebungsluft. Ansteckungen erfolgen über das Einatmen der Pilz-Sporen. Für Menschen mit intaktem Immunsystem stellen Aspergillus-Pilze in der Regel keine Gefahr dar. Leidest du allerdings unter einer Abwehrschwäche oder einer chronischen Lungenerkrankung, besteht ein erhöhtes Risiko für eine Aspergillose.

    Bei einem Aspergillom handelt es sich um einen „Pilzball“, der aus Pilz-Resten, Abwehrzellen und Sekreten besteht. Ein Aspergillom kann sich im Rahmen einer Entzündung ausbilden und sich zum Beispiel in der Lunge oder den Nasennebenhöhlen entwickeln.

    B44.0 Invasive Aspergillose der Lunge

    Was eine Aspergillose ist, kannst du unter B44 nachlesen.

    Eine invasive Aspergillose der Lunge führt zur Lungenentzündung (Pneumonie), die mit Husten, Bluthusten (Hämoptysen), Brustschmerzen und Atemnot einhergehen kann. Invasive Aspergillosen betreffen in der Regel immungeschwächte Personen.

    B44.1 Sonstige Aspergillose der Lunge

    Informationen zur Erkrankung Aspergillose findest du unter B44.

    B44.2 Aspergillose der Tonsillen

    Erklärungen zur Aspergillose erhältst du unter B44.

    Als Tonsillen werden in der Medizin die Rachen- und Gaumenmandeln bezeichnet. Der Pilz Aspergillus gelangt durch das Einatmen von Pilz-Sporen aus der Luft in die Atemwege und kann dort Entzündungen hervorrufen. Auch die Mandeln können betroffen sein.

    B44.7 Disseminierte Aspergillose

    Inkl.: Generalisierte Aspergillose

    Eine disseminierte oder generalisierte Aspergillose betrifft mehrere Organsysteme oder den ganzen Körper. Dazu kann es kommen, wenn sich Erreger der Aspergillose vom ursprünglichen Ort der Entzündung entfernen und sich im Körper ausbreiten. Disseminiert bedeutet verstreut oder ausgesät. Über das Blut kann der Aspergillus-Pilz beispielsweise in das Gehirn, in die Leber, in die Nieren, in die Haut oder den Darm gelangen.

    B44.8 Sonstige Formen der Aspergillose

    Unter B44 kannst du nachlesen, worum es sich bei einer Aspergillose handelt.

    B44.9 Aspergillose, nicht näher bezeichnet

    Eine Erläuterung zur Erkrankung Aspergillose findest du unter B44.

  • B45

    Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht B45 für Kryptokokkose
    Unter B35-B49 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Mykosen (durch Pilz-Infektionen ausgelöste Erkrankungen) zusammengefasst. B45 steht für Kryptokokkose. Der verursachende Pilz kommt im Vogelkot vor.

    B45: Kryptokokkose

    Die Kryptokokkose ist eine Erkrankung, die durch eine Pilz-Infektion mit dem Hefepilz Cryptococcus neoformans, seltener durch andere Pilz-Arten der Gattung Cryptococcus hervorgerufen wird.

    Die Pilze kommen in Vogelkot weltweit vor. Werden die Pilze eingeatmet, können sie Erkrankungen hervorrufen. Auch Tiere können erkranken. Je nachdem wo sich die Pilz-Infektion befindet können entweder keine Symptome, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Husten, Schmerzen im Brustkorb oder ein Ausschlag auftreten.

    In der Regel betrifft die Kryptokokkose nur Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Vorerkrankungen. Die Kryptokokkose zählt zu den sogenannten AIDS-definierenden Erkrankungen, da sie häufig bei einer HIV-Infektion auftritt.

    B45.0 Kryptokokkose der Lunge

    Was eine Kryptokokkose ist, erfährst du unter B45.

    Durch das Einatmen von besiedelten Stäuben kann der Pilz Cryptococcus neoformans in die Lunge gelangen. Meist ist die Infektion der Lunge das sogenannte Primärstadium. Von der Lunge aus kann sich der Erreger der Kryptokokkose im Körper verbreiten. Dieses Stadium wird Sekundärstadium genannt.

    B45.1 Kryptokokkose des Gehirns

    Inkl.: Kryptokokkose der Hirnhäute und des Gehirns
    Meningitis durch Kryptokokkosen G02.1

    Erfahre mehr zur Kryptokokkose unter B45.

    Die Kryptokokkose kann sich auch auf das Gehirn ausbreiten. Dort kann der verursachende Pilz Cryptococcus neoformans eine Entzündung des Gehirns hervorrufen oder eine Entzündung der Hirnhäute (Meningen), also eine Enzephalitis oder Meningitis. Die Erkrankung kann tödlich verlaufen.

    Lies mehr zu anderen Formen, Ursachen und Behandlung der Meningitis und Enzephalitis.

    B45.2 Kryptokokkose der Haut

    Was ist Kryptokokkose? Lies mehr unter B45.

    Eine Infektion mit dem Pilz Cryptococcus neoformans kann auch mit unspezifischen Hautveränderungen einhergehen.

    B45.3 Kryptokokkose der Knochen

    Lies unter B45, was Kryptokokkose bedeutet.

    Der Krankheitserreger der Kryptokokkose kann auch in den Knochen gelangen.

    B45.7 Disseminierte Kryptokokkose

    Inkl.: Generalisierte Kryptokokkose

    Lies unter B45, was eine Kryptokokkose ist.

    Eine disseminierte oder generalisierte Kryptokokkose hat sich über das Blut auf den Körper und andere Organe ausgebreitet. Disseminiert heißt so viel wie verstreut oder ausgesät. Diese Verlaufsform der Kryptkokkose kann tödlich enden.

    B45.8 Sonstige Formen der Kryptokokkose

    Unter B45 findest du eine Erklärung zur Erkrankung Kryptokokkose.

    B45.9 Kryptokokkose, nicht näher bezeichnet

    Eine Erläuterung des Krankheitsbildes der Kryptokokkose erhältst du unter B45.

  • B43

    Im ICD-10 Diagnoseschlüssel steht B43 für Chromomykose und chromomykotischer Abszess
    Unter B35-B49 werden im Diagnoseschlüssel ICD-10 Mykosen (durch Pilz-Infektionen verursachte Erkrankungen) zusammengefasst. B43 steht für Chromomykose und chromomykotischer Abszess.

    B43: Chromomykose und chromomykotischer Abszess

    Durch Pilz-Infektionen ausgelöste Erkrankungen werden Mykosen genannt. Die Chromomykose ist eine chronische Pilzinfektion der Haut und Schleimhäute, die hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten auftritt. Die Chromomykose kommt in Ländern wie Brasilien, Russland und den Süden der USA vor und ist eher in ländlichen Regionen verbreitet.

    Als Auslöser der Chromomykose gelten Pilz-Arten, die zur Gruppe der Schwärzepilze (Dematiazeen) gezählt werden. Schwärzepilze kommen unter anderem im Erdboden in abgestorbenen Pflanzen und Holzteilen vor. Über eine Haut-Verletzung und auch Schrunden und Risse können die Pilze in den Körper gelangen. An den Infektionsstellen können sich leicht schmerzende oder auch juckende Knötchen (Papeln) bilden, später langsam anschwellende rote Knoten.

    Ein Abszess (Eiterbeule) ist eine abgekapselte Eiteransammlung, die infolge einer Infektion entstehen kann.

    B43.0 Chromomykose der Haut

    Inkl.: Dermatitis verrucosa

    Erklärungen zur Chromomykose findest du unter B43.

    Die Chromomykose der Haut wird auch Dermatitis verrucosa genannt. Hierbei kommt es zu einem Hautausschlag. Pusteln und warzenähnlichen (verruköse) Hautverletzungen und Wucherungen auf der Haut treten auf. Der Hautausschlag kann sich sekundär mit Bakterien entzünden.

    B43.1 Chromomykotischer Abszess des Gehirns

    Inkl.: Chromomykose des Gehirns

    Was eine Chromomykose ist und was unter einem Abszess verstanden wird, liest du unter B43.

    Die Chromomykose kann sich im Körper ausbreiten. Bestimmte Arten der Schwärzepilze sind neurotrop, das heißt sie können das Nervensystem befallen und so in das Gehirn gelangen. So können sie Abszesse im Gehirn verursachen.

    B43.2 Chromomykotischer Abszess und Chromomykotische Zyste der Unterhaut

    Erklärungen zur Chromomykose und zum Abszess findest du unter B43.

    Eine Zyste ist eine Flüssigkeitsansammlung im Körper, die von einem Häutchen (Epithel) umgeben ist.

    B43.8 Sonstige Formen der Chromomykose

    Was unter einer Chromomykose verstanden wird, findest du unter B43.

    B43.9 Chromomykose, nicht näher bezeichnet

    Lies unter B43, was eine Chromomykose ist.